Wie vermeiden Sie Fehler im Email-Marketing? Diese 15 Grundregeln sollten Sie unbedingt beachten.

Richtig eingesetzt, sind das Email- und das Newsletter-Marketing hervorragende Werkzeuge, um neue Kunden zu gewinnen oder die bestehende Kundschaft zum Kauf oder zur Buchung von Dienstleistungen zu bewegen. Ohne die Hilfe eines erfahrenen Email-Marketing-Dienstleisters kann es jedoch zu folgenschweren Fehlern kommen, die nicht nur den Nutzen von Kampagnen mindern, sondern im schlimmsten Fall sogar rechtliche Konsequenzen nach sich ziehen können. Über häufige Fehler informieren wir hier.

 

Fehler 1: Es liegt keine Einwilligung des Empfängers für diese Art der Werbung vor

Im Gegensatz zur Reklame, die mit der Post versandt wird, unterliegt die Werbung auf elektronischem Weg in Deutschland verschiedenen Gesetzen. Als wichtigstes ist hier das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) zu nennen, das in § 7 regelt, wann Werbung auf Wegen der Telekommunikation zulässig und wann eine unzumutbare Belästigung ist. Die Konsequenz dessen ist es, dass Emails und Newsletter zu Werbezwecken an Verbraucher nur dann versandt werden dürfen, wenn von ihnen eine eindeutige Einwilligung vorliegt. Diese wird am besten über das doppelte Opt-In-Verfahren eingeholt: In einem Anmeldeformular stimmt der Kunde dem zukünftigen Bezug von Newslettern oder Emails zu. In einer Check-Mail erhält er die Gelegenheit, seine Zustimmung noch einmal zu bestätigen. Erst wenn diese Bestätigung vorliegt, wird elektronische Post in Zukunft an ihn gesandt.

 

Fehler 2: Der Newsletter enthält kein gültiges Impressum

Nicht nur Websites müssen in Deutschland ein eindeutiges und gültiges Impressum tragen, sondern auch für Newsletter und Werbemails ist das nach § 7, Absatz 4 UWG und § 5 Telemediengesetz (TMG) Pflicht. In der Regel enthält das Impressum den vollständigen Firmennamen, die Anschrift, eine Telefonnummer und eine weitere Möglichkeit zur Kontaktaufnahme.

 

Fehler 3: Der Datenschutz wird nicht eingehalten

Beim Sammeln von Kundendaten gebietet das Datenschutzrecht so wenig personenbezogene Daten wie möglich zu erheben, zu nutzen und zu verarbeiten. Die erhobenen Daten dürfen zudem nicht an Dritte weitergegeben werden. Wenn Nachrichten im Newsletter-Marketing an mehrere Empfänger gesendet werden, sollten deren Email-Adressen daher nicht in das Cc-Feld gesetzt werden. Sie können dort nämlich durch andere Empfänger eingesehen werden.

 

Fehler 4: Das Urheberrecht wird verletzt

Das in Deutschland geltende Urheberrecht verbietet die Nutzung fremder Werke ohne Genehmigung. Im Newsletter-Marketing betrifft das in der Regel Bilder und Texte, die nur mit Einwilligung des Urhebers verwendet werden dürfen. Geregelt wird dies im Urheberrechtsgesetz (UrhG). Doch auch fremde Wort- und Bildmarken können durch das Markengesetz gegen die unerlaubte Verwendung geschützt sein. Das sollte besser vor der Verwendung überprüft werden.

 

Fehler 5: Die Abmeldung vom Newsletter ist zu umständlich

Dass sich der Kunde jederzeit problemlos und ohne Angabe von Gründen vom Newsletterempfang abmelden kann, ist nicht nur gesetzlich gefordert, sondern sollte im seriösen Email-Marketing selbstverständlich sein. Idealerweise enthält jeder Newsletter dazu einen Link, über den die Abmeldung ohne die Eingabe von Daten ermöglicht wird. Kunden, die sich beispielsweise aufgrund einer längeren Abwesenheit abmelden, kehren nur dann wieder, wenn sie nicht durch ein umständliches Procedere verärgert wurden.

 

Fehler 6: Die Inhalte des Newsletters sind für die Zielgruppe uninteressant

Kampagnen im Newsletter-Marketing sind nur dann sinnvoll, wenn sie konkret auf ihre Zielgruppe abgestimmt sind und bestenfalls zu aktuellen Geschehnissen passen. Der Leser eines Newsletters wird sich für dessen Inhalte nur dann interessieren, wenn diese zu seinen Interessen und seiner momentanen Situation passen. Anhaltspunkte bieten hier zum Beispiel die Jahreszeiten, Feiertage und besondere Events. Im besten Fall werden Newsletter und Emails sogar personalisiert. Das ist mit modernen Techniken möglich. Email-Marketing-Dienstleister können bei der Umsetzung helfen.

 

Fehler 7: Die Leser des Newsletter werden nicht auf die Zielseite gelenkt

Der Sinn einer jeden Kampagne im Email-Marketing soll es sein, Interessenten auf die eigene Website zu lenken und im besten Fall zu Kunden zu machen. Newsletter bieten hierfür eine hervorragende Chance: Bilder und Texte können gezielt verlinkt und mit dem Aufruf zu einer Handlung (Call-to Action) verbunden werden. Diese Gelegenheit sollte auf keinen Fall verpasst werden. Der größte Fehler ist es aber, wenn die Links nicht zur eigenen Website, sondern auf fremde Inhalte verweisen.

 

Fehler 8: Die Betreffzeile enthält langweilige nicht aktivierende Formulierungen

Bei vielen Internetnutzern quellen die elektronischen Postfächer mit Emails täglich über und viele Nachrichten werden daher ungelesen gelöscht. Der Betreff des Newsletters spielt daher eine große Rolle dabei, das Interesse des Empfängers zu wecken. Allgemeine Floskeln, wie zum Beispiel „Newsletter Januar“ sollten daher durch treffendere Bezeichnungen ersetzt werden, die Lust auf den Newsletterinhalt machen. Vermieden werden sollten hier allerdings Worte wie zum Beispiel „Superangebot“, weil diese durch den Spamfilter des Email-Programmes häufig als Unworte erkannt werden und der Newsletter damit gleich im Spamordner landet.

 

Fehler 9: Newsletter wird aufgrund falscher Schlüsselwörter in den Spamordner verschoben

Wie für den Betreff, gilt auch für den Inhalt einer Email: Bestimmte Worte oder Wortgruppen werden durch das Email-Programm oder Einstellungen des Providers als Spam erkannt und der Newsletter wird daher nicht in den Posteingang zugestellt. Erfahrene Email-Marketing-Dienstleister unterstützen ihre Kunden dabei, solche Wörter zu vermeiden und den Newsletter so zu einem Erfolg zu machen.

 

Fehler 10: Der Verteiler ist veraltet

Der Verteiler für das Newsletter-Marketing sollte regelmäßig auf seine Aktualität überprüft werden. Insbesondere ist es hier wichtig zu überprüfen, dass die Genehmigungen aller Adressaten für den Empfang des Newsletter vorliegen. Doch auch aus einem anderen Grund ist es wichtig, den Email-Verteiler zu pflegen: Veraltete und ungültige Email-Adressen können dazu führen, dass Provider bei gültigen Adressen den Newsletter als Spam herausfiltern. Die ungültigen Adressen führen zu sogenannten „Bounces“ – Rückläufern. Eine hohe Zahl von Rückläufern führt mittelfristig zu großen Problemen bei der Zustellbarkeit, das heißt gültige, aktuelle Email-Adressen werden ebenfalls nicht mehr erreicht.

 

Fehler 11: Die Taktung für den Newsletter-Versand ist ungünstig

Ein Newsletter sollte in regelmäßigen Abständen versandt werden. Wie groß diese sind, wird von den Inhalten und den Interessen der Kunden abhängen. Es kann sinnvoller sein, einen monatlichen Newsletter mit guten Inhalten zu verschicken, als einen wöchentlichen, der die Leser bereits nach kurzer Zeit nicht mehr interessiert. Einerseits sollte es vermieden werden, die Newsletterempfänger durch zu häufigen Versand zu verärgern, andererseits kann das Interesse schwinden, wenn der Newsletter zu selten erscheint. Mithilfe eines Email-Marketing-Dienstleisters kann ein individueller Versandzeitplan erstellt werden, der konkret auf die Inhalte und die Zielgruppe zugeschnitten ist. Unabhängig vom regelmäßigen Newsletter können dann einzelne Emails verschickt werden, wenn es aktuelle Ereignisse erfordern.

 

Fehler 12: Technische Probleme verärgern den Leser

So individuell wie die Nutzer des Internets sind, sind die Email-Clients, die diese verwenden. Eine große Rolle können zudem die Schriften spielen, die die Leser auf ihren Computer installiert haben. Werden für die Gestaltung des Newsletters besondere oder seltene Schriften verwendet, kann es passieren, dass diese vom Programm des Empfängers nicht richtig dargestellt werden und der Text nicht gut gelesen werden kann. Ein weiteres Problem entsteht häufig, wenn Emails zu viele oder zu große Bilder enthalten: Je nach Internetverbindung kann das Laden solcher Nachrichten sehr lange dauern, sodass der Leser den Empfang abbricht.

 

Fehler 13: Der Newsletter ist nicht für die Darstellung auf mobilen Geräten optimiert

Immer mehr Menschen nutzen Smartphones oder Tablets, um ihre Nachrichten abzurufen. Das sollte unbedingt im Newsletter-Marketing berücksichtigt werden. Idealerweise werden unterschiedliche Newsletter für die Darstellung am Computer oder auf mobilen Geräten angeboten. Zwar passen sich durch responsives Design viele Inhalte inzwischen den kleineren Displays an, aber in der Regel werden lange Betreffzeilen oder Teaser hier nicht richtig dargestellt. Der professionelle Email-Marketing-Dienstleister kann dabei helfen, den Newsletter auch für die mobile Nutzung zu optimieren, indem zum Beispiel Pre-Header verwendet werden, die in der Vorschau angezeigt werden.

 

Fehler 14: Es gibt Zustellprobleme, weil die Versandlösung ungeeignet ist

Die meisten gängigen Email-Programme eignen sich für den Versand einzelner Emails gut. Für den Versand von Newslettern oder Email-Marketing-Kampagnen sind sie doch gänzlich ungeeignet. Das beginnt bereits bei der Gestaltung und Formatierung der Emails, die in den verschiedenen Programmen unterschiedlich dargestellt werden. Gängige Email-Programme enthalten zudem keine Statistikfunktionen, mit denen zum Beispiel gemessen werden kann, welche Empfänger den Newsletter erhalten haben. Professionelle Versandlösungen oder die Hilfe durch einen Email-Marketing-Dienstleister helfen hier, Probleme zu vermeiden und die richtige Versandlösung zu wählen. Die Wahl der richtigen Versandlösung hängt von den individuellen Anforderungen des Kunden ab. Geht es um reines Newsletter-Marketing oder um Marketing-Automation mit dem Ziel ganze Email-Strecken zu automatisieren und tief in die CRM / eCommerce Prozesse zu integrieren? Für die Zustellbarkeit im deutschsprachigen Raum ist vor allem die Zertifizierung der Versandlösung durch die Certified Senders Alliance (CSA) https://de.certified-senders.eu von Bedeutung. Die CSA ist eine Kooperation der Internet Service Provider und der Email Service Provider. Voraussetzung für die CSA ist die Einhaltung hoher technischer und ethischer Standards. Der Anspruch ist es Spam zu bekämpfen und seriöse Newsletter zu versenden.

 

Fehler 15: Der Erfolg des Email-Marketings wird nicht ausgewertet

Wenn nicht nur der erste Newsletter, sondern auch alle folgenden ein Erfolg werden sollen, darf auf keinen Fall versäumt werden, statistische Daten zu erheben und das Feedback auszuwerten. Hierbei sind professionelle Webanalyse- und Email-Marketing-Tools hilfreich, die zum Beispiel die Zustellrate, die Öffnungsrate, die Klickrate und die Abmelderate messen. Anhand dieser Daten können zukünftige Newsletter optimiert und Abmeldungen reduziert werden. Aus Datenschutzgründen sollten Kunden übrigens bereits bei der Anmeldung für den Newsletter auf das Tracking hingewiesen werden. Am besten ist es, hier auf die Erhebung personenbezogener Daten zu verzichten und auf Tools zu setzen, die die IP-Adressen anonymisieren. Auch die Rückmeldung durch Leser darf nicht ignoriert werden. Wichtig ist es vor allem, kritische Meinungen ernst zu nehmen und bei zukünftigen Kampagnen zu berücksichtigen.

 

Lassen Sie sich von uns helfen

Fehler im Email-Marketing können vermieden werden, wenn die Hilfe eines erfahrenen Email-Marketing-Dienstleisters, wie der treaction ag in Anspruch genommen wird. Wir, als Experten, beraten unsere Kunden gern und finden für jedes Problem die individuell richtige Lösung.

Wir freuen uns auf Ihre Fragen und den Austausch zu Ihren aktuellen Herausforderungen.

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