SEO TEXTLÄNGE – WIE LANG IST DER OPTIMALE GOOGLE TEXT?

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Was ist die optimale Textlänge für Google? Wie lang muss ein Text sein, damit Suchmaschinen ihn im Ranking höher bewerten, LeserInnen gut informiert, aber trotzdem nicht gelangweilt werden und wie weit solltest du tatsächlich ausholen, wenn du ein Thema beleuchtest?

Inzwischen gibt es unzählige Studien dazu, welche Art von Texten es regelmäßig und mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die vorderen Plätze der SERPs schafft. Eines haben alle von ihnen gemeinsam: sie bieten ihren LeserInnen echten Mehrwert und liefern eine einzigartige Mischung aus Informationen, die in dieser Form noch nicht existieren. In diesem Guide klären wir also, wie du es schaffst, interessante und wirklich originelle Texte zu schreiben, die dann – wie du feststellen wirst – automatisch die richtige Länge haben.

SEO Textlänge: Wie viele Wörter sollten es sein?

Zu der optimalen SEO Textlänge kursieren verschiedene Zahlen im Netz. Wir möchten es gern einfach und strukturiert haben, eine klare Vorgabe, nach der wir uns richten können. Und ganz falsch liegt sicherlich auch keine dieser Zahlen. Nahezu jeder Nummer Eins Text bei Google ist schließlich mindestens 1000 Wörter lang – im Schnitt bestehen die erfolgreichsten sogar aus 1890 Wörtern – und Google hat inzwischen bestätigt, dass sie wert auf ausführliche und holistische Texte legen. Trotzdem wird dir niemand eine pauschale Antwort darauf geben können, welches denn nun die ideale Textlänge für deinen Artikel ist. Das ist nicht nur abhängig von Thema und Zielgruppe, sondern auch davon, was du mit deinem Artikel bezweckst.

Die Intention deines Artikels ist wiederum ist abhängig von der Suchanfrage, für die du deinen Text produzierst. Und damit kommen wir schon zum wichtigsten Punkt:

Kenne deine Zielgruppe

Wenn du beginnst, einen Text zu schreiben, solltest du bereits genau vor Augen haben, für wen du ihn schreibst. Wer sind deine LeserInnen, was machen sie beruflich und privat und warum haben sie sich entschieden, deinen Text zu lesen? Was erhoffen sie sich davon?

Kannst du diese Fragen beantworten, bist du deinem Ziel, lesenswerten Content zu schaffen, schon einen großen Schritt näher.

Zusammenhang Rankingposition und Textlänge

1900 Wörter sind eine ganze Menge für einen Artikel, den du der ganzen Welt kostenlos zur Verfügung stellst. Aber genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Der Online Shop, der seine InteressentInnen kennt und ihnen einen echten Mehrwert liefern will, wird diese Art von ausführlichen Inhalten produzieren – um neue potenzielle KäuferInnen anzuziehen, um Bestandskunden bestmöglich zu beraten, um sich als Experte in der Branche zu positionieren.

Die Menge an Texten, die bereits im Netz bestehen, ist unüberschaubar, was gerade neue und kleine Online Shops zunächst noch mehr entmutigen kann. Sieht man genau hin, wird man allerdings schnell feststellen, dass sich mehr als 99% der Texter diese Mühe eben nicht gemacht haben und schnelle, billige Texte produzieren, mit denen sie ihre Seiten füllen können.

Die Anzahl an hochwertigen, informativen 1890-Wort-Texten ist also immer noch vergleichsweise gering und genau dort liegt großes Potenzial. Dein Anspruch sollte es immer sein, einen Text zu produzieren, der ausführlicher ist und mehr Mehrwert bietet als alles, was bisher zu diesem Thema veröffentlicht wurde. Google wird sich bei jedem Keyword für den Text entscheiden, der seinen Usern mehr bietet. Und in einem 1900-Wort-Text lässt sich ein Thema nun einmal deutlich besser erläutern, als in 500 Wörtern.

SEO Textlänge: Nutzerintention herausfinden

Wie du herausfindest, welche Textlänge oder auch welche Art von Text deine LeserInnen zu dem Suchbegriff, über den du schreiben möchtest, bevorzugen? Indem du googlest:

Welche Länge bzw. wie viele Wörter haben die ersten drei Texte im Ranking, die zu diesem Begriff auftauchen?

Stellst du fest, dass alle vorderen Plätze Texte produziert haben, die kurz und knapp die entsprechende Suchanfrage beantworten, ist es in diesem Fall vielleicht keine gute Idee, 2000 Wörter zu schreiben, sondern sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Zu welchen Suchbegriffen werden diese Texte noch gefunden?

Natürlich sollte jeder Text mit einem Main Keyword arbeiten, also einem Begriff, auf dem der gesamte Fokus dieses Textes liegt. Das heißt aber nicht, dass der Text dann nur zu genau diesem Begriff gefunden werden kann. Theoretisch kann er auch zu jedem anderen Wort, das irgendwo im Text vorkommt, im Suchmaschinenranking landen. Durch eine ausführliche Keyword Recherche erfährst du nicht nur, worauf es deinen potenziellen LeserInnen ankommt und welche Begriffe sie zusätzlich interessieren – du kannst deinen Text außerdem so schreiben, dass du außerdem die Chance hast, zu einem verwandten Begriff hoch zu ranken.

Wie beliebt ist die Seite, von der der Text stammt?

Findest du unter den ersten drei SERP-Positionen einen Text, der weniger als eintausend Wörter hat, sieh dir in jedem Fall die dazugehörige Seite an. Eventuell konnte dieser Text nur deshalb punkten, weil er von einem großen Unternehmen, mit ohnehin großer Reichweite stammt. Auch die Popularität und der allgemeine Traffic, den eine Website verzeichnen kann, werden nämlich als Rankingfaktoren herangezogen.

Google arbeitet inzwischen stark mit Nutzersignalen, was bedeutet, dass die Texte, die du auf den oberen Positionen der Suchmaschinen findest, solche sind, bei denen die LeserInnen positive Signale gesendet haben. Sie haben also besonders lang auf diesen Seiten verweilt, haben den gesamten Text hinunter gescrollt und kaum jemand ist abgesprungen, nachdem er/sie auf den Link in den SERPs geklickt hat. An diesen Texten solltest du dir also ein Beispiel nehmen, wenn du eine gute Position im Suchmaschinenranking erreichen möchtest.

Textlänge und Social Media

Nicht nur auf den Kanälen selbst, als Bildunterschriften und Teaser, sind inzwischen längere Texte erwünscht – auch die Artikel, die am häufigsten in den sozialen Medien geteilt werden, haben meist beachtliche Längen von bis zu 3000 Wörtern. Und das, obwohl ein Großteil von ihnen auf dem Smartphone geöffnet wird. LeserInnen wollen ausführliche Inhalte, die keine Fragen offen lassen. Und: über 80% aller Suchanfragen sind informationell, das bedeutet, dass sich die NutzerInnen von ihnen einen Mehrwert, die Beantwortung einer Frage und die Lösung eines Problems erhoffen – je ausführlicher, desto besser.

Vorteile langer Texte

Keywords können häufiger eingebaut werden

Damit ist nicht nur das Hauptkeyword gemeint, sondern auch themenrelevante Suchbegriffe, zu denen eventuell ebenfalls gerankt werden kann.

Bei kurzen Texten bist du bereits mit deinem Fokuskeyword schnell an der Grenze zum Keyword Stuffing, weil du ein Keyword prozentual zu häufig verwendet hast. Ähnliche Begriffe, die dir sowohl neue Rankingchancen bringen, als auch Google zeigen sollen, dass dein Text konsistent ist und einen klaren Fokus hat, können kaum noch untergebracht werden. Je länger der Text, desto mehr kannst du also auch mit Suchbegriffen herumexperimentieren.

Verlinkung

Auch die Empfehlung für die Anzahl von Links, die du setzen solltest, steigt mit der Textlänge. Je mehr Wörter du schreibst, desto öfter kannst du deine Texte also auch untereinander verlinken und somit deinen Link Juice optimal verteilen.

Netto- und Bruttotextlänge

Auf jeder Seite findet man neben dem eigentlichen Text noch weitere Wörter und Sätze, die zur Website gehören. Dabei handelt es sich meist um Informationen im Footer oder in der Sidebar. Auch diese Wörter zählen für Suchmaschinen zum Text, der auf dieser Seite veröffentlicht wurde. Die Chance, deinen Text mit nicht themenrelevanten Wörtern aus Footer oder Sidebar zu verwässern, ist also umso größer, je kürzer dein Text ist.

Backlinks

Auf ausführliche Texte wird häufiger von anderen Websites verlinkt und diese Texte werden häufiger in den sozialen Medien geteilt. Das macht Sinn. Schließlich wollen andere Webmaster oder Social Media Accounts ihren Followern nur die Inhalte empfehlen, bei denen sie wirklich noch etwas Neues erfahren. Auch hier ist aber wieder wichtig: es kommt nicht ausschließlich auf die Länge an, sondern darauf, dass die längsten Artikel durchschnittlich tatsächlich auch informativer sind.

Trotz aller Vorteile, die das Schreiben langer Texte mit sich bringt, solltest du davon absehen, deine Texte künstlich aufzublähen. Google bewertet eben nicht nur die Länge, sondern auch die Qualität eines Textes und viele Füll- oder Hilfswörter, Wiederholungen oder andere Ausschweifungen, die nicht themenrelevant sind, werden weniger gern gesehen. Bleibst du nicht beim Thema oder schreibst zu langatmig, werden deine LeserInnen sich schnell langweilen und in die SERPs zurückkehren, was wiederum negative Nutzersignale an Google sendet und schlecht für deine Ranking Position ist.

SEO Textlänge: Weitere Faktoren

Egal, wie lang dein Text ist, du solltest immer einen klaren Fokus beibehalten – das hatten wir bereits erwähnt. Aber nicht nur innerhalb eines Textes ist der Fokus wichtig, auch innerhalb deiner gesamten Website. Ein Text zu einem Thema wird deutlich besser ranken, wenn du bereits mehrere Artikel zu ähnlichen Themen veröffentlicht hast und Suchmaschinen einen roten Faden auf deiner Seite erkennen können.

Betreibst du also einen Hundesalon und veröffentlichst plötzlich einen Artikel über Sporternährung, kann dieser so ausführlich und informativ sein, wie nur möglich – du wirst dazu wahrscheinlich längst nicht so gut ranken, wie eine Seite, die sich auf das Thema Fitness spezialisiert und denselben Artikel veröffentlicht.

Gerade bei langen Texten ist es außerdem von großer Bedeutung, dass sie schnell geladen werden. Muss ein User nach jedem Abschnitt warten, bevor es weitergeht, wird er sich wahrscheinlich schnell verabschieden. Überprüfe also regelmäßig deine Site Speed und sieh nach, ob noch alles optimal funktioniert.

Textstruktur

Texte, die bei denen ein/e NutzerIn über mehrere Seiten scrollen muss, müssen natürlich in kleinere Abschnitte aufgebrochen werden. Eine 2000-Wörter-Textwüste wirkt abschreckend und sorgt dafür, dass die meisten Leute gar nicht erst anfangen zu lesen. Arbeite bei längeren Texten also am besten mit Zwischenüberschriften, Listen und natürlich Bildern, die den Inhalt auf einen Blick zusammenfassen. Zwei bis drei Bilder pro Artikel sind dabei absolut ausreichend – die Hauptsache ist, dass der lange Text optisch in kleine Stücke unterteilt wird.

SEO Textlänge: Fazit

Dass lange Texte besser ranken als kurze, ist Fakt. Das liegt zum einen daran, dass viel ausführlicher auf das Fokuskeyword und verwandte Begriffe eingegangen werden kann und Google Kontext und Fokus besser bewerten kann. Jemand, der sich die Mühe macht, einen 1890-Wort-Text zu schreiben, wird außerdem Wert darauf legen, jede mögliche Nutzerfrage so gut es geht zu beantworten. Trotzdem gibt es auch Suchbegriffe, zu denen bereits kürzere Texte auf dem ersten Rankingplatz zu finden sind – das kannst du allerdings leicht im Voraus herausfinden.

Nimmst du Suchmaschinenoptimierung ernst, solltest du deine Texte so ausführlich wie möglich schreiben – ein kurzer Text wird dir in den meisten Fällen genauso viel bringen wie gar kein Text. Denk also bei jedem Text, den du veröffentlichst daran, welchen Grund eine Suchmaschine hat, diesen höher zu ranken, als alle bisher existierenden Beiträge zum Thema.