Online Werbung schalten: 3 Gründe für (mehr) Werbung im Internet 

Online Werbung

Marketingmaßnahmen sind wichtige Instrumente, um Produkte und Dienstleistungen für Kunden attraktiv zu machen. Dasselbe gilt für die Werbung – egal in welcher Form sie betrieben wird. Startup Unternehmen und Onlinehändler setzen nicht nur von Beginn an auf Online Werbung, sondern erkennen auch, dass Ihre Darstellung im Internet essenziell für die Weiterentwicklung des Unternehmens ist. Interessanterweise ergeben Statistiken, dass die Akzeptanz von Werbeflächen außerhalb des Internets bei Konsumenten immer weiter sinkt. Höchste Zeit also auf die digitale Werbeflächen umzusteigen? 

 

Wie Netflix & Co. die Regeln neu schreiben 

Sie fragen sich was Streamingdienste wie Netflix, Amazon Prime Video oder Maxdome mit Werbung zu tun haben? Auf den ersten Blick doch eigentlich gar nichts, schließlich werden hier nicht einmal Werbespots wiedergegeben. Richtig! Und darin liegt der unglaubliche Charme der zahlpflichtigen Streamingdienste: keine Werbeeinblendungen. Im Jahr 2017 betrug der Anteil bei 18 – 25-jährigen, die ausschließlich streamen und das übliche Fernsehprogramm keines Blickes mehr würdigen, im Durchschnitt ganze 25 %. Das ist ein Viertel aller möglichen Kunden in diesem Alter, die für Werbeclips im Fernsehen nicht mehr erreichbar sind.  

Der Streamingdienst Netflix distanziert sich insgesamt stark vom Mainstream-TV und vermarktet seine Angebote fast ausschließlich online – nur vereinzelt sind Werbeclips im Fernsehen zu sehen. Ein weiterer Hingucker: Wenn der Streaming-Gigant doch einmal auf Werbung in der realen Welt setzt, dann passiert das sowohl minimalistisch als auch imposant. So werden neue Serien und Filme auf großen Werbeflächen an öffentlichen Plätzen wie Flughäfen, Busbahnhöfen etc. angebracht – allerdings nur mit einem wenig aussagendem Bild und einem Erscheinungsdatum. Neugier erwecken in Perfektion.  

Aber müssen sich Unternehmen, die bisher auf die traditionellen Werbungsformen gesetzt haben, jetzt nur wegen Netflix & Co. in das Word Wide Web stürzen? Sagen wir es einmal so: Nicht nur deswegen. Es gibt weitaus mehr Gründe, den Sprung zur digitalen Werbung zu wagen.  

 

Vergleichen ist das neue Sparen 

Im B2C-Bereich gelten „Sparangebote“ schon lange nicht mehr als Verkaufsmagneten. Wer wirklich ein Schnäppchen schlagen will, übt sich in Geduld und folgt nicht mehr instinktiv dem Kaufdrang. Im Gegenteil: Vermeintlich tolle Angebote werden als Challenge wahrgenommen. Schließlich gibt es das Produkt irgendwo im Internet sicher noch günstiger. Vergleichsportale wie Check24 oder Preisvergleich.de haben diesen neuen Trend etabliert. Sie finden unter tausenden von Angeboten das „wirklich beste Angebot“. Wer seine Produkte nicht auch im Internet anbietet, hat sofort den Kürzeren gezogen.  

Doch nicht immer verlassen sich vergleichssüchtige Kunden auf die zahlreichen Vergleichsportale. Manche versuchen das Objekt ihrer Begierde einfach nur über eine Suchmaschinensuche zu finden und entscheiden sich oft aufgrund von subjektiven Eindrücken wie Gestaltung der Werbeanzeige und Auftritt des Unternehmens insgesamt für einen Kauf. Auch hier gilt: Gewinner ist derjenige, der auf allen Kanälen möglichst präsent ist und im besten Fall auch noch ein gutes Angebot hat.  

Im B2B-Bereich ist die Darstellung im Internet zum Teil sogar noch wichtiger. Unternehmen nehmen sich bei Kaufentscheidung grundsätzlich mehr Zeit und vergleichen intensiver als Privatkunden. Daher ist es nicht nur ausreichend, dass Werbeflächen optimal gewählt werden, sondern die Anzeigen auch eine gewisse Seriosität ausstrahlen. 

Eines gilt sowohl für B2C als auch für B2B: Bevor man sich in der heutigen Zeit für ein Produkt entscheidet, werden Informationen gesammelt. Diese können je nach Kaufwunsch vom Preis bis hin zur Gesamtdarstellung des Unternehmens variieren. Unternehmen, die zwar ein tolles Angebot über andere Werbeflächen (Fernsehen, Messen, Lokalzeitungen) zur Verfügung stellen, aber nicht auf Online Werbung setzen, können hier wichtige Kunden verlieren und dienen am Ende lediglich als Trigger für einen Kaufwunsch.  

 

Die Welt ist das neue Zuhause 

Die Werbeflächen der Vergangenheit hatten alle ihren rechtmäßigen Platz in der Welt der Konsumenten. Die Wochenangebote der Supermärkte um die Ecke kamen wöchentlich in die Briefkästen der Bewohner, neue Dienstleistungen und Produkte wurden vor der Markteinführung auf renommierten Messen vorgestellt, die beste Werbezeit im Fernsehen war Sonntag abends, wenn möglichst viele potentielle Kunden gemütlich auf dem Sofa saßen. All das hat funktioniert. Doch waren die Unternehmen in der Reichweite ihrer Werbung immer beschränkt – ob zeitlich oder örtlich.  

Mit dem Internet hat sich dieses Dilemma gelöst. Werbeflächen können variabel genutzt werden. Sie können den Radius von Werbeanzeigen auf Google oder Facebook selbst bestimmen. Selbes gilt für den zeitlichen Rahmen: Werbeanzeigen können für ein paar Stunden, für einen oder mehrere Tage geschaltet werden. Selbst die Zielgruppe, denen Ihre Werbung angezeigt wird, können Sie selbst bestimmen – etwas das mit früheren Mitteln kaum möglich war.  

Mit Online Werbung steht Ihnen die Welt offen. Sie können Ihre Produkte über alle Landesgrenzen hinweg vermarkten und das für weniger Aufwand als mit Offline Werbemaßnahmen. Denn wo früher noch eine Menge an Marketing-Mitarbeitern nötig waren, um Kampagnen zu organisieren und durchzuführen, unterstützt jetzt die Marketing Automation bei der Schaltung von Online Kampagnen.  

 

Das Smartphone als neuer Lebensbegleiter 

Bleiben wir beim Faktor zeitliche und örtliche Beschränkung. Unternehmen, die nicht auf Online Werbung setzen, müssen sehr viel Geld und Zeit in die wirkungsvolle Werbung ihrer Produkte investieren. Zielgruppen müssen möglichst über viele unterschiedliche Kanäle erreicht werden. Das müssen sie bei der Online Werbung ja eigentlich auch oder? Das stimmt, aber zum Glück aller Unternehmen gibt es einen Lebensbegleiter, der so gut wie alle Online Werbekanäle bündelt: das Smartphone.  

Sehen wir uns den Unterschied von Offline und Online Werbung anhand eines normalen Arbeitstages eines Angestellten an:  

Offline Werbung: Der Angestellte steht morgens um 06.30 Uhr auf und hört die erste Werbebotschaft im Radio. Er geht zum Bus und sieht dort das erste Werbeplakat hängen. Auf dem Weg zur Arbeitsstelle sieht er diverse andere beklebte Werbeflächen. Die nächste Werbung sieht er erst in der Mittagspause, wenn er zu seinem Lieblingsitaliener geht. Auf dem Weg nach Hause hält er noch bei einem Supermarkt und sieht dort die Angebote des Tages ausgeschildert. Abends auf dem Sofa sieht er im Fernsehen insgesamt knapp eine Stunde Werbespots.  

Was meinen Sie, wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass er ein bestimmtes Produkt eines Unternehmens an diesem Tag mehr als einmal gesehen hat? 

 

Online Werbung: Der Angestellte steht morgens um 06.30 Uhr auf und hört die erste Werbebotschaft im Radio. Auf dem Weg zum Bus checkt er auf dem Smartphone seine E-Mails, die verschiedene Newsletter und Werbemails beinhalten. Auf dem Weg zur Arbeitsstelle sieht er diverse andere beklebte Werbeflächen und erhält Push-Nachrichten von Angeboten bei seinen favorisierten Onlineshops. Er sieht über den gesamten Tag verteilt auf das Smartphone, in seine E-Mails, auf Social Media Plattformen etc. Abends auf dem Sofa sieht er Fernsehen und schaut sich die digitalen Angebote des Tages genauer in seinen favorisierten Onlineshops an.  

Und nun wieder die Frage: Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass er mehr als einmal an diesem Tag dasselbe Produkt zu Gesicht bekommen hat und es sich am Ende vielleicht sogar kauft?  

 

Fazit 

Die Akzeptanz von Werbespots in Radio und Fernsehen nimmt immer mehr ab, weil Mainstream-Werbung nicht mehr gewünscht ist. Konsumenten erwarten inzwischen individuell auf sie abgestimmte Werbung und zwar dann, wann sie sie sehen möchten. Zum Beispiel über das Smartphone. Denken Sie einmal darüber nach, wenn Sie mit der nächsten Offline Werbemaßnahme liebäugeln.