Online Marketing Maßnahmen:
Überblick, Instrumente, Controlling

Social Media, Affiliate Marketing, SEA – alles Begriffe die seit Jahren aus dem Online Marketing nicht mehr wegzudenken sind. Seit viele Dienstleistungen, Shopping und Co nahezu ausschließlich online stattfinden, überschlagen sich die Unternehmen, die Konkurrenz durch geeignete Online Marketing Maßnahmen zu übertreffen und in Sachen Sichtbarkeit ganz vorn mit dabei zu sein. Mehr Traffic bedeutet schließlich meist auch einen höheren Umsatz.

 

In diesem Artikel stellen wir dir deshalb alle wichtigen Instrumente des Online Marketings auf einen Blick vor, zeigen dir, welche Ziele sich mit welchen Maßnahmen verfolgen lassen und geben dir Tipps zur Umsetzung.

Online Marketing Maßnahmen
Inhalte im Überblick

Die wichtigsten Online Marketing Maßnahmen auf einen Blick:

  1. Suchmaschinenmarketing (SEO und SEA)
  2. E-Mail Marketing
  3. Social Media Marketing
  4. Content Marketing
  5. Display Marketing
  6. Affiliate Marketing
  7. Influencer Marketing
  8. Performance Marketing

 

Deine Online Marketing Strategie

Um die ideale Online Marketing Maßnahme für dein Unternehmen zu finden, ist es wichtig, zunächst ein klares Ziel zu definieren. Bist du neu auf dem Markt und willst deine Marke oder dein Unternehmen bekannt machen und deine Reichweite steigern? Oder geht es dir hauptsächlich darum, Bestandskunden stärker an dein Unternehmen zu binden? Definierte Ziele sind beispielsweise die Neukundengewinnung oder die Steigerung des Traffics auf deiner Website.

 

Um diese Ziele zu erreichen, ist es sinnvoll, messbare Zwischenziele zu definieren, an denen du ablesen kannst, wie effektiv die von dir gewählten Maßnahmen sind. Das kann beispielsweise deine Platzierung in den Suchmaschinen zu einem bestimmten Thema oder eine Steigerung deiner Klickrate auf bezahlte Anzeigen oder Newsletter-Links sein.

Online Marketing Landing Page

Deine Landing Page

Verschiedene Landing Pages, auf denen die Nutzer landen, wenn sie auf eine bezahlte Google- oder Social Media Anzeige geklickt haben oder über die Empfehlung eines Bloggers kommen, sind der Dreh- und Angelpunkt deiner gesamten Online Präsenz. Während deine Website dazu dient, ein stimmiges Gesamtbild von deinem Unternehmen zu zeigen und Vertrauen zu schaffen, geht es bei einer Landing Page ausschließlich um die Conversion. Du möchtest einen Lead in einen zahlenden Kunden verwandeln. Das ist die Aufgabe einer Landing Page.

 

Dafür ist es wichtig, diese Seite so zu optimieren, dass ein Nutzer auf den ersten Blick versteht, was er zu tun hat. Das bedeutet, dass du keine Links zu anderen Seiten setzt, ein gut sichtbarer Call to Action vorhanden ist und es eine knappe, aber aussagekräftige Zusammenfassung der Vorteile nach einem Kauf gibt.

Eine Landing Page dient beispielsweise dem Ziel, dass sich ein User in deinen Newsletter einträgt oder eine Dienstleistung oder ein Produkt in seinen Warenkorb legt. Die Erstellung einer Conversion-optimierten Landing Page ist also der erste Schritt im Online Marketing Prozess, bevor es daran geht, Maßnahmen zu implementieren, die die User auf ebendiese Seite leiten sollen.

Online Marketing Maßnahmen im Überblick

 

1. SEO/SEA

Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung zählen beide zum Suchmaschinenmarketing. Das bedeutet, deine potenziellen Kunden kommen über Google oder eine andere Suchmaschine auf deine Seite. Damit sie das tun, muss deine Anzeige oder dein organisches Snippet natürlich möglichst weit oben in den SERPs, also auf der Suchergebnisseite, auftauchen.

Die Suchmaschinenoptimierung bezeichnet die Optimierung deiner Website mit dem Ziel, zu bestimmten Suchbegriffen an erster Stelle der Google Ergebnisseite zu erscheinen. Instrumente dafür gibt es sowohl inhaltlicher als auch technischer Art. So musst du beispielsweise auf die Ladegeschwindigkeit deiner Website achten, auf die korrekte Weiterleitung aller Links und die Menü-Strukur. Jede Seite deiner Website sollte durch höchstens zwei Klicks von der Startseite aus erreichbar sein und Oberseiten sollten dabei gezielt auf Unterseiten verlinken.

 

Inhaltlich ist es wichtig, ausführliche und vor allem einzigartige Blogbeiträge oder andere Informationen zur Verfügung zu stellen, die dem Nutzer Mehrwert liefern und dich selbst als Experte zu dem von dir gewünschten Thema positionieren. Eine lange Verweildauer und eine hohe Klickrate dienen Google als Zeichen, dass die Inhalte auf deiner Seite relevant sind.Bei der SEO dauert es oft einige Monate, bis erste Effekte sichtbar werden. Das Ergebnis ist allerdings deutlich nachhaltiger, als bei bezahlten Anzeigen.

 

Bei der Suchmaschinenwerbung geht es darum, das eigene Snippet, also den Link zur Landing Page, durch Bezahlung in den SERPs nach oben zu pushen. Diese Maßnahme eignet sich vor allem für Unternehmen, die neu am Markt sind und schnell Bekanntheit erlangen wollen oder für neue Produkte oder Aktionen, die möglichst schnell verbreitet werden sollen.

 

Es landet allerdings nicht automatisch der Meistbietende auf dem ersten Platz der Ergebnisseite. Auch in der SEA kommt es auf inhaltliche Übereinstimmung der Werbeanzeige und der entsprechenden Landing Page an. Aus der Relevanz der Landing Page und dem Gebot errechnet die Suchmaschine dann einen Wert, der darüber entscheidet, auf welchem Platz deine Anzeige ausgespielt wird. Auch hier gilt also: Content is King.

2. E-Mail Marketing

Mit dem E-Mail Marketing erreichst du die Nutzer, die sich bereits mit deinem Unternehmen beschäftigt haben und interessiert genug waren, sich in deinen Newsletter einzutragen. Das gibt dir die Chance, deine Produkte oder Dienstleistungen individuell und mit hoher Erfolgschance an den Kunden zu bringen. Im E-Mail Marketing lässt sich wunderbar auswerten, welche Kunden an welchen Produkten besonders interessiert waren, du kannst Kunden mit gezielten Remarketing Maßnahmen wieder aktivieren oder einen abgebrochenen Kauf doch noch zum Erfolg führen.

 

Der Aufbau einer Datenbank mit wertvollen Kundenkontakten ist die Grundlage im E-Commerce. Hast du dir erstmal eine Community an Lesern aufgebaut, ist es wesentlich leichter, diese von einem Kauf neuer Produkte zu überzeugen, da die ganze Vorarbeit bereits geleistet ist.

E-Mail Marketing

3. Social Media Marketing

Instagram, YouTube, LinkedIn und Co. boomen weiterhin und bieten damit großes Potenzial, mit deiner Zielgruppe in Kontakt zu treten. Nirgendwo ist es leichter, sich schnell eine Fangemeinde aufzubauen, als in den sozialen Medien. Je interessanter dein Auftritt dort, desto mehr Traffic ziehst du dadurch auch auf deine Website.

 

Aber wie findest du die geeignete Plattform für deinen Online Auftritt? Dafür solltest du deine Zielgruppe am besten bereits genau definiert haben und wissen, auf welchen Plattformen sie sich aufhält. So eignet sich LinkedIn hervorragend für Firmen im B2B-Bereich, während B2C-Firmen die meisten Kunden über Instagram oder YouTube auf ihre Seite holen.

 

Auch in den sozialen Medien lassen sich, ähnlich wie bei SEA, bezahlte Anzeigen schalten. Dafür solltest du im Vorfeld ein konkretes Ziel festlegen, das du mit einer Kampagne erreichen möchtest. Meist empfiehlt es sich, mit einem konkreten Produkt zu werben und die Kunden direkt auf die entsprechende Seite weiterzuleiten.

4. Content Marketing

Prinzipiell gehören alle genannten Maßnahmen auch zum Content Marketing. Der Begriff umfasst jede Art von Inhalt, die mit dem Ziel veröffentlicht wird, Kunden anzuziehen. Egal, ob du also eine SEA Anzeige verfasst, deine Landing Page oder einen Blogpost veröffentlichst oder einen Post auf Social Media teilst – all das ist Content Marketing. Du bietest einem Nutzer kostenlosen Mehrwert und planst, dass er für weitergehende Informationen oder dein Produkt bezahlt.

5. Display Marketing

Auch beim Display Marketing handelt es sich um bezahlte Anzeigen und im weitesten Sinne gehört es ebenfalls zum Suchmaschinenmarketing. Bei Display Marketing erstellst du Anzeigen in verschiedenen Größen und Formaten – Textanzeigen oder Grafiken –  die auf themenrelevanten Seiten im Google Suchnetzwerk ausgespielt werden. Du bezahlst also für den Werbeplatz auf einer Website, die deinem Thema ähnelt und bekommst damit die Chance, die Besucher dieser Website als deine Kunden zu gewinnen. Da du die Websites, auf denen deine Anzeigen geschaltet werden, allerdings nicht selbst auswählen kannst, lässt sich diese Maßnahme etwas ungenauer steuern, als andere.

6. Affiliate Marketing

Beim Affiliate Marketing kannst du deine Affiliates dagegen meist selbst wählen. Das heißt, du bestimmst, welche Websites oder Blogger einen Link zu deinem Produkt in ihrem Blogpost oder auf ihrer Seite veröffentlichen und zahlst ihnen eine Provision, wenn ein Nutzer über diesen Link dein Produkt kauft. Auch hier profitierst du von der Reichweite anderer Websites und hast die Chance, möglichst viele Nutzer zu erreichen, die sich für dein Thema interessieren.

7. Influencer Marketing

Influencer Marketing ist die Maßnahme der Wahl der meisten großen B2C-Unternehmen. Dabei geht das Unternehmen eine Kooperation mit einem Meinungsführer, meist einer Person mit einer großen Reichweite zu einem bestimmten Thema auf Instagram oder YouTube, ein und lässt diese Person mit dem eigenen Produkt werben. Die Chancen, dass die Community des Influencers dem Aufruf zum Kauf folgt, können, je nach Influencer-Reichweite, riesig sein. Allerdings sind wirklich reichweitenstarke Influencer für Unternehmen mit kleinem bis mittlerem Budget kaum zu bezahlen.

8. Performance Marketing

Performance Marketing umfasst alle Strategien in allen genannten Online Marketing Bereichen und beschreibt die Optimierung der implementierten Maßnahmen. Um deine Online Marketing Ziele zu erreichen, ist es unerlässlich, diese zu messen, zu analysieren und zu optimieren. Im Performance Marketing werden passende KPIs, also Kennzahlen, festgelegt, an denen sich der Erfolg oder Misserfolg einer Maßnahme ablesen lässt. Das ist die Grundvoraussetzung, um immer wieder festzustellen, wo du deine Kunden noch besser abholen kannst und was du inhaltlich auf deiner Seite verändern kannst, um bestmögliche Umsätze zu erzielen.

Hast du durch deine Maßnahmen erste Kunden in deinen neuen Online Shop bekommen, geht es darum, sie durch den geschickten Aufbau eines Sales Funnels zum Kauf zu bewegen. Dafür kannst du deine Leads auf bestimmte Angebote aufmerksam machen oder ihnen weitere Informationen zu deinen Produkten zukommen lassen.

Hervorragend geeignet für die Verwandlung von Leads in zahlende Kunden ist außerdem E-Mail Marketing. In regelmäßigen Newslettern kannst du Interessenten über Angebote und Neuheiten auf dem Laufenden halten und ihnen dein Angebot maßgeschneidert präsentieren.

Fazit: Online Marketing Maßnahmen

Wie bei allen Marketing Strategien ist auch im Online Marketing der erste Schritt, sich ein messbares Ziel zu setzen. Danach kannst du durch passende Informationen und Inhalte dafür sorgen, dass die Nutzer auf deiner Website diese gewünschte Aktion auch durchführen. Damit Nutzer überhaupt erst auf deine Seite kommen, gibt es die vorgestellten Online Marketing Maßnahmen. Je nach Ziel und Zielgruppe stellt sich jedes Unternehmen den eigenen idealen Maßnahmen-Mix zusammen. Wichtig ist, dass Anzeigen und Teaser zum Thema, zum Produkt und natürlich zur Landing Page passen. Dann gilt es, diesen Maßnahmen-Mix durch ständige Analyse zu begleiten, zu überwachen und immer wieder anzupassen, um langfristig online Erfolg zu haben.