Mögliche Fehlerquellen beim E-Mail-Marketing erkennen und vermeiden

Fehlerquellen beim E-Mail-Marketing erkennen

Wer E-Mail-Marketing für sein Unternehmen richtig zu nutzen weiß, hat ein wirkungsvolles Tool in den Händen. Doch wie so oft im Leben lauern auch bei diesem Marketing-Instrument Fehlerquellen, die es unbedingt zu vermeiden gilt. Mit den folgenden Tipps können Marketer das Fehlerpotenzial bei der Einrichtung sowie beim Versand von E-Mails so gering wie möglich halten.

1. Technische Fehlerquellen

 

Bewegen wir uns im Online-Marketing-Bereich liegt es in der Natur der Sache, dass das Potenzial für technische Fehler ansteigt. Bei der Einrichtung von Newslettern und der regelmäßigen Wartung der E-Mail-Adressen sollten Sie daher einige Punkte genauer im Auge behalten:

 

• Sendelimits der verwendeten E-Mail-Server

 

Einige Webhoster begrenzen den E-Mail-Verkehr auf ihren Servern. In so einem Fall kann es passieren, dass die Übertragung der E-Mails gekappt wird, sofern Sie das Sendelimit (bspw. 30 Mails alle 5 Minuten) überschritten haben. Informieren Sie sich daher vorab über die Limitierung der Server und wechseln Sie gegebenenfalls den Anbieter.

 

• Mangelhafter Doppel-Opt-In-Prozess

 

Um den Spamfiltern der Mailprovider zu entkommen, muss der Doppel-Opt-In-Prozess einwandfrei funktionieren. Das heißt, dass der potentielle Kunde erst seine E-Mail bestätigen muss, damit er in die E-Mail-Datenbank aufgenommen wird. Wird die Bestätigungsmail nicht versandt oder kann der Kunde seine E-Mail nicht bestätigen, führt das nicht nur zu rechtlichen Problemen, sondern auch zu Qualitätsverlusten bei der Adressenverwaltung.

 

• Veralteter Datenbankbestand

 

Die in der Datenbank vorhandenen E-Mail-Adressen sollten regelmäßig auf ihre Aktualität hin geprüft werden. Nicht mehr vorhandene Adressen oder solche, die immer wieder in den Spamordnern der Provider landen, müssen bereinigt werden. Vor allem bei Letzterem droht sonst eine Blockade all Ihrer E-Mails bei den jeweiligen Providern.

 
 

2. Rechtliche Fehlerquellen

 

Beim E-Mail-Marketing wird unter anderem mit kundenspezifischen Daten gearbeitet. Schnell sehen Sie sich dann der Datenschutz-Problematik gegenüber. Es gibt aber auch noch andere rechtliche Stolpersteine, die Sie möglichst weit umgehen sollten:

 

• Fehlende Einwilligung des Empfängers

 

Ohne die konkrete Einwilligung des E-Mail-Empfängers – dass er diesen Newsletter erhalten möchte – bewegen Sie sich spätestens beim Versand der Mails auf dünnem Eis. Umso wichtiger ist deshalb ein abgesicherter Doppel-Opt-In-Prozess (siehe technische Fehlerquellen).

 

• Vorangekreuzte Häkchenfelder

 

Auch die implizite Annahme, dass ein Newsletter gewünscht ist, indem man das Häkchen für den Kunden bereits im Vorfeld setzt, ist rechtlich nicht abgesichert. Der Kunde muss seine Einwilligung ausdrücklich selbst erteilen.

 

• Fehlende Dokumentation des Double-Opt-In

 

Um auch nach einigen Jahren noch nachweisen zu können, dass sich ein Kunde bewusst für die Zusendung der Werbemails oder Newsletter entschieden hat, ist eine lückenlose Dokumentation des Doppel-Opt-In-Prozesses notwendig.

 
 

3. Inhaltliche Fehlerquellen

 

Die Bandbreite an fehlerhaftem Content innerhalb des Newsletters ist groß. Ob und wie der Content auf die jeweilige Zielgruppe abgestimmt ist, sollte immer im Fokus des Autors liegen. Allerdings gibt es noch kleine andere Fehlerteufel, die sich beim Erstellen des Contents einschleichen können:

 

• Verallgemeinerte Betreffzeilen

 

Das erste was Kunden von Ihrem Newsletter sehen ist der Betreff. Dieser dient als Eye-Catcher und sollte sofort das Interesse und die Lust zum Weiterlesen wecken. Allgemeine Betreffzeilen wie „News“ oder „Newsletter Juli 2017“ reißen niemanden vom Hocker und werden auch von den Mailprovidern schnell in die Spam-Schublade geschoben.

 

• Unpersönliche Ansprache

 

Das Thema Personalisierung nimmt beim E-Mail-Marketing einen hohen Statuswert ein. Autoren von Newslettern, die ihre Kunden mit „Hallo Leser“ oder gar nicht begrüßen, kennen ihre Zielgruppe nicht. Der besagte Leser wird sich nicht verstanden fühlen und sich von diesem Newsletter voraussichtlich schnell verabschieden.

 

• Fehlende Angabe von Kontaktmöglichkeiten

 

Enthalten Sie Ihren Kunden in Ihren Newslettern nicht die Möglichkeit vor, Sie schnell kontaktieren zu können. Denn: In der digitalen Welt möchten Kunden schnell Antworten auf ihre Fragen erhalten. Mit einem persönlichen Ansprechpartner werden Sie Ihren Kunden ein noch größeres Vertrauen in Sie und Ihr Unternehmen entlocken können.