Konzept erstellen: 5 Schritte zum Erfolg

Konzept erstellen Online Business

Jedes Online Business lebt davon, andere Menschen von der eigenen Marke und den dazugehörigen Produkten zu überzeugen – egal, ob Kunden, Investoren oder Lieferanten. Eine Idee wird nur dann Unterstützer finden, wenn Sie zuvor ein schlüssiges und vollständiges Konzept erstellen, das bei Ihrem Gegenüber das Gefühl vermittelt, dass Sie damit erfolgreich sein werden und, im besten Fall, ein Mehrwert für ihn selbst dabei ist.

 

Zu Beginn eines Unternehmens brauchen Sie ein gesamtes Firmenkonzept, mit dem Sie potenzielle Geldgeber von sich überzeugen und an dem Sie Ihre Marketing- und Vertriebsstrategien ausrichten können. Ein Konzept trägt außerdem dazu bei, dass jeder Mitarbeiter, der an einem Projekt arbeitet, weiß, worum es dabei eigentlich geht.

Aber auch wenn Sie im späteren Geschäftsverlauf eine Idee präsentieren oder ein Projekt vorschlagen möchten, werden Sie um ein gut ausgearbeitetes Konzept nicht herumkommen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie für jede Situation ein überzeugendes Konzept erstellen und worauf es dabei ankommt.

 

Was ist ein Konzept?

Meist scheitert die Kommunikation schon an der Frage, was ein Konzept überhaupt ausmacht. Auch wenn es, gerade bei einzelnen Projekten, oft danach aussieht, als wären das Konzept und die Strategie ein und dasselbe, ist eine Strategie eigentlich nur ein kleiner Teilaspekt des gesamten Konzepts. Ein Konzept beinhaltet:

 

1. Analyse

Im Zuge der Ist-Analyse sollten zunächst alle Fakten zusammengetragen werden, die Ihnen zu dem Problem, das Sie lösen wollen, zur Verfügung stehen. An welchem Punkt befinden Sie sich gerade mit Ihrem Unternehmen und wohin möchten Sie? Wer ist Ihre Zielgruppe, wen wollen Sie erreichen und warum? Eine SWOT-Analyse wird Ihnen außerdem dabei helfen, die bestehenden Chancen und Risiken herauszuarbeiten und eventuell vorhandene Schwächen Ihres Unternehmens aufzeigen, die es zu beheben gilt. Am Ende dieser Analyse sollte ein klar formuliertes Ergebnis stehen, welches Sie erreichen möchten.

 

2. Strategie

Von der Analyse der Ist-Situation werden im nächsten Schritt konkrete Handlungsschritte abgeleitet, wie Sie Ihr Ziel am besten erreichen können. Sie entscheiden, wie Sie sich positionieren wollen und legen die Richtung fest, in die das Projekt laufen soll.

 

3. Kreation

Danach geht es an die kreative Umsetzung. Sie müssen eine Leitidee entwickeln, um die herum Sie alles weitere aufbauen. Es entsteht ein erster Eindruck, wie das Produkt am Ende aussehen könnte.

 

4. Planung

Im nächsten Schritt müssen Sie festlegen, mithilfe welcher Maßnahmen Sie Ihr Ziel umsetzen werden und wie hoch in etwa die Kosten sein werden, die Sie dafür aufwenden müssen.

 

5. Realisierung des Projektes

Während Sie dabei sind, die geplanten Schritte durchzuführen, ist es wichtig, immer wieder Zwischenstopps einzulegen, zu reflektieren und im Folgenden die Schlüsse daraus zu ziehen.

 

Warum ist es so wichtig, ein Konzept auszuarbeiten?

Konzepte finden sich meist im Projekt- oder Prozessmanagement, wenn eine neue Idee eingeführt oder eine Verbesserung der vorhandenen Strukturen vorgeschlagen werden soll. Das Ziel dabei ist es, möglichst kompakt alle nötigen Informationen zur Verfügung zu stellen und überzeugend zu präsentieren, wie und warum Sie ein festgelegtes Ziel erreichen möchten. Sie sollten darstellen, wie ein möglicher Ablauf aussehen könnte, Hinweise zur Organisation geben und erste Ideen zur Umsetzung liefern.

 

Oft liegt der Grund dafür, dass sich ein Vorgesetzter oder ein Kunde nicht für Ihren Vorschlag begeistern kann, weniger bei der Qualität der Idee, als viel mehr an deren wenig überzeugender oder unvollständiger Präsentation. Dadurch kann es passieren, dass ein Gedanke mit großem Potenzial dennoch auf taube Ohren stößt.

 

Was sind die Erfolgsfaktoren für ein überzeugendes Konzept?

Ihr Konzept wird am Ende einzig und allein danach bewertet, wie es auf das Unternehmensziel einzahlt. Deshalb sollten Sie diesen Punkt schon bei der Erstellung immer im Hinterkopf behalten. Laut dem sogenannten ZEBRA-Prinzip sind es vor allem die folgenden fünf Punkte, die über den Erfolg oder Misserfolg Ihres Konzepts entscheiden:

 

1. Zielorientiert

In jedem Konzept sollte die Frage nach dem Ziel, welches erreicht werden soll, als erstes beantwortet werden. Jeder Beteiligte muss das Gefühl haben, dass er sofort versteht, worum es geht. Bestenfalls liefern Sie eventuelle Maßnahmen und Termine zur Überprüfung Ihrer Ziele gleich mit.

 

2. Empfängerorientiert

Sie schreiben ein Konzept immer nur für denjenigen, für den es am Ende gedacht ist. Das erfordert nicht selten ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen, um individuell auf den jeweiligen Wissensstand und das Verständnis für ein Thema jedes Beteiligten einzugehen.

 

3. Beherzt

Das bedeutet in diesem Fall, dass Sie nicht lange um den heißen Brei herumreden, sondern die Dinge kurz und knackig auf den Punkt bringen. Überlegen Sie sich eine klare Linie für Ihr Konzept und fassen Sie die wichtigsten Aussagen dazu zusammen.

 

4. Realistisch

Ihr Konzept muss immer auch umsetzbar sein – sowohl in zeitlicher als auch in finanzieller Hinsicht. Eine konkrete Zeit- und Budgetplanung, mit der Sie aufzeigen, was möglich ist, ist Teil eines jeden guten Konzeptes.

 

5. Auslösend

Am Ende Ihres Konzepts sollte immer auch eine klare Handlungsempfehlung stehen. Damit machen Sie klar, dass Sie nicht nur eine gute Idee hatten, sondern sich auch Gedanken über die Umsetzung gemacht haben und wissen, wie es von hier aus weitergeht. Je konkreter Ihre geplanten Maßnahmen dabei sind, desto besser.

 

Der Unterschied zwischen Konzept und Strategie

Sie sehen, dass das Konzept das Ziel beschreibt, welches erreicht werden soll. Ist dieses Ziel erst einmal festgelegt, kommen die Strategien ins Spiel, mit denen das Ziel umgesetzt werden soll. Durch die strategische Entscheidung, mit welchen Mitteln welches Ergebnis erreicht werden soll, ergibt sich automatisch ein gewisser Rahmen, in dem Ihre Handlungsmöglichkeiten liegen.

Während eine Strategie jederzeit angepasst oder erweitert werden kann, sollte das grundlegende Konzept langfristig bestehen bleiben.

 

Aufbau eines Konzepts – Womit sollten Sie anfangen?

1. Definieren Sie ein klares Ziel

Wie schon erwähnt, ist das Ziel der Dreh- und Angelpunkt eines jeden Konzeptes. Deshalb sollte es auch das erste sein, über das Sie sich Gedanken machen, wenn Sie ein Konzept erstellen. Oft ist das Ziel aber auch schon vorgegeben oder ergibt sich aus der Problemstellung. In jedem Fall sollten Sie noch einmal klar das Ergebnis formulieren, welches Sie bis zu einem bestimmten Zeitpunkt erreicht haben wollen. Stellen Sie sicher, dass Sie, für jeden verständlich, auf den Punkt bringen, warum es so wichtig ist, dass dieses Ziel auch erreicht wird.

 

2. Prüfen Sie Ihre Ideen

Es kann sein, dass Sie sofort eine ganze Menge toller und spannender Ideen in Ihrem Kopf haben, wie Sie ein konkretes Ziel erreichen wollen – allerdings scheitern die meisten von ihnen sofort an der Realität. Überlegen Sie sich also bereits vor der Erstellung, ob es Knackpunkte an Ihrer Idee gibt, an denen die Umsetzung eventuell scheitern könnte oder die Sie zu diesem Zeitpunkt nicht beeinflussen können.

 

3. Bauen Sie ein Informationsgerüst

Dieses Gerüst wird Ihre Grundlage sein, auf der Sie alles weitere aufbauen. Sie schafft sozusagen den Rahmen, für Ihre Ideen. Beschreiben Sie möglichst detailliert, wie viel Budget Sie für die Umsetzung Ihrer Idee benötigen. Dafür erstellen Sie am besten einen konkreten Kostenplan und ein entsprechendes Konzept zur Finanzierung. Außerdem sollten Sie erwähnen, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, wer alles an dem Projekt beteiligt sein soll und in welchem zeitlichen Rahmen das Ganze stattfinden soll. Ein Evaluierungsplan, der nach Phasen unterteilt ist, ermöglicht es Ihnen, regelmäßig zu analysieren, ob das Projekt wie geplant voranschreitet.

 

4. Entwickeln Sie eine Strategie

Die Entwicklung konkreter Handlungsschritte stellt den Kern eines jeden Konzeptes dar. Wenn Sie nicht überzeugend darlegen können, wie Sie Ihr gestelltes Ziel auch tatsächlich erreichen werden, ist Ihr Konzept von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Notieren Sie auch Zwischenziele und einzelne Schritte, die auf dem Weg dorthin wichtig sind.

 

5. Konzentrieren Sie sich auf das Wesentliche

Es ist wichtig, dass Ihr Konzept vollständig ist und sie keine Information auslassen – genauso wichtig ist es aber, dass Sie nur das Nötigste zusammenfassen, um einen möglichst kompakten Überblick darüber zu geben, was Sie wie erreichen möchten. Schweifen Sie dabei nicht ab oder verlieren sich in unnötigen Szenarien, sondern bringen Sie die Sache kurz und knapp auf den Punkt.

 

6. Abstract

Der Abstract ist die Zusammenfassung Ihres Konzeptes. Nach der Erstellung sollten Sie noch einmal kurz auf die wichtigsten Punkte eingehen, damit ein Entscheidungsträger sofort erkennt, ob die Idee für ihn relevant ist. Diesen Abstract stellen Sie dann an den Anfang Ihres Konzeptes, um einen guten Überblick über die folgenden Seiten zu geben.

 

Konzept erstellen Fazit

Es ist absolut kein Hexenwerk, ein gutes Konzept zu erstellen, das von den Beteiligten, die darüber entscheiden, am Ende auch angenommen wird. Die wichtigsten Dinge, auf die Sie sich konzentrieren sollten, sind das Ergebnis, das Sie erreichen wollen und wie Sie planen, dorthin zu gelangen. Wenn Sie alle Informationen beisammen haben, nehmen Sie sich Zeit für die Präsentation. Denn die entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg einer eigentlich tollen Idee.