Konversionsrate berechnen und steigern

Konversionsrate

Die Konversionsrate, auch Conversion Rate oder Konvertierungsrate genannt, ist ein Key Performance Indicator (KPI) im Online-Marketing und berechnet das Verhältnis von Besuchern einer Website zu den getätigten Konversionen. Konversionen müssen dabei nicht zwangsläufig Käufe in einem Online-Shop sein.

Auch Newsletter-Anmeldungen, das Ausfüllen eines Kontaktformulars oder ein erfolgter Download können Conversions darstellen. Was Sie als erfolgreich abgeschlossene Aktion anerkennen, bleibt ganz Ihnen überlassen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Konversionsrate berechnen und im Rahmen der Conversion-Rate-Optimierung erhöhen können.

 

Definition Konversionsrate

Die Konversionsrate ist das Verhältnis von Seitenbesuchern zu abgeschlossenen Conversions. Die Conversion bedeutet dabei die Umwandlung eines Besuchers in einen Käufer oder Abonnenten. Ihre Seite kann täglich Hunderte von Besuchern haben, ohne dass eine einzige Aktion durchgeführt wird. Eine hohe Konversionsrate bedeutet unterdessen, dass ein Großteil der Besucher Ihrer Seite auch die von Ihnen gewünschten Aktionen durchführt. Ihr Ziel sollte es daher sein, Ihre Konversionsrate zu optimieren und damit Ihre Leads oder Sales zu steigern.

 

Conversion-Rate-Optimierung (CRO)

Alle Maßnahmen, die Sie ergreifen, um die Konversionsrate zu erhöhen, werden unter dem Begriff der Conversion-Rate-Optimierung (CRO) zusammengefasst. CRO ist ein Teilbereich der Suchmaschinenoptimierung und letztendlich dazu da, Ihre Umsatzzahlen zu verbessern. Grundlage der Conversion-Rate-Optimierung ist die exakte Berechnung Ihrer aktuellen Konversionsraten und eine genau definierte Zielsetzung, was Sie mithilfe der CRO erreichen möchten.

 

Konversionsrate berechnen

Je nachdem, wie exakt Sie arbeiten möchten, können Sie die erfolgten Conversions entweder durch die Anzahl Ihrer Seitenaufrufe oder die Anzahl einzelner Sitzungen teilen. Die erste Variante ist ein wenig ungenauer, da sie auch wiederholte Aufrufe ein und desselben Besuchers misst. Teilen Sie hingegen durch die Anzahl der Sitzungen, wird, mithilfe von Cookies, jeder Besucher nur einmal gezählt, egal, wie oft er Ihre Seite an einem Tag besucht hat. Haben beispielsweise 1000 Nutzer Ihre Seite besucht, aber nur zehn davon haben sich zum Newsletter angemeldet, haben Sie eine Konversionsrate von einem Prozent erreicht.

 

Wie hoch muss eine gute Konversionsrate sein?

Sie haben Ihre Konversionsraten erfolgreich berechnet, wissen aber nicht, ob die errechneten Zahlen in Ihrer Branche eher gut oder schlecht sind?

Die durchschnittliche Konversionsrate im E-Commerce liegt bei einem Prozent. Somit lägen Sie mit dem Online-Shop in unserem Beispiel genau im Mittelfeld. Große und erfolgreiche Online-Händler erreichen aber oft auch eine Conversion-Rate von 10% und mehr. Natürlich hängt der persönlich definierte Erfolg immer von mehreren Faktoren ab. Ein günstiger Online-Shop für Mode hat vielleicht eine hohe Konversionsrate, muss aber zehnmal so viele Verkäufe abschließen, wie ein Händler für Luxusuhren, um einen ähnlichen Umsatz zu erzielen. Letzterem reichen oft schon wenige Verkäufe, um seine Umsatzziele zu erreichen.

 

Für eine Beurteilung Ihrer individuellen Situation ist es daher wichtig, auch das Verhältnis zwischen Seitenaufrufen und eingegangen Kundenanfragen, also Leads, und das Verhältnis zwischen Leads und Verkäufen zu analysieren. Beide sollten mindestens bei einem Prozent liegen, während bei dem Verhältnis zwischen Leads und Verkäufen auch eine Rate von 20% keine Seltenheit darstellt.

 

Konversionsrate erhöhen

Sollten Sie nun festgestellt haben, dass Ihre Konversionsrate nicht oder nur gerade so den Durchschnittswert erreicht, sollten Sie umgehend nach den Ursachen forschen. Oft helfen schon kleine Veränderungen auf der eigenen Website, einem Besucher die Konvertierung zu erleichtern. Wir haben hier einmal für Sie zusammengefasst, mit welchen Maßnahmen Sie jede Conversion-Rate sofort erhöhen können.

 

1. Anzeigen und Inhalte anpassen

Einer der wichtigsten Faktoren für die Conversion Optimierung ist die Erwartungshaltung des Kunden. Ein Kunde der auf Ihre Anzeige für Damen Fahrräder klickt und auf der Startseite Ihres Sportartikel-Shops landet, wird verständlicherweise nicht begeistert sein, dass er nun zunächst Ihre gesamte Website durchforsten muss, um auf die von ihm gewünschte Seite zu gelangen. Achten Sie immer darauf, dass Sie Besucher, die durch Anzeigen zu Ihnen kommen, auf speziell für diesen Zweck entworfene Landing Pages leiten. Erstellen Sie Meta Descriptions für Ihren organischen Content und sorgen Sie dafür, dass diese genau auf den Inhalt der passenden Seite zugeschnitten sind. Es nützt weder Ihnen noch Ihrem Kunden etwas, wenn er mit einer falschen Erwartung auf Ihre Website kommt und sofort wieder abspringt.

 

2. Anmeldevorgänge vereinfachen

Viele Online-Shops machen es ihren Kunden unnötig schwer, einen Kauf abzuschließen. Die Möglichkeit einer Gastbestellung, ohne die endlos lange Eingabe von persönlichen Daten und die Reduzierung von Pflichtfeldern trägt erstaunlich viel zu einer verbesserten Konversionsrate bei. Verkürzen Sie den Bestellprozess auf so wenige Schritte wie möglich und vermeiden Sie unnötige Klicks aufseiten des Kunden.

 

3. Call-to-actions einsetzen

Sie müssen immer davon ausgehen, dass ein Interessent keine Ahnung hat, was er auf Ihrer Seite tun soll, wenn Sie es ihm nicht sagen. Eindeutige Handlungsaufforderungen auf gut sichtbaren und strategisch platzierten Buttons helfen dabei, Ihren potenziellen Käufer durch den Kaufprozess zu leiten.

 

4. Technische Optimierung

Überprüfen Sie regelmäßig alle Funktionen auf Ihrer Website und führen Sie Testbestellungen durch, um sicherzugehen, dass alles einwandfrei funktioniert. Eines der größten Conversion-Hindernisse sind technische Fehler wie Broken Links, ein plötzlicher Abbruch kurz vor dem Kauf oder eine fehlerhafte Weiterleitung zu Paypal. Auch eine zu lange Ladezeit lässt einen Nutzer schnell ungeduldig werden und im schlimmsten Falle vor der Konvertierung abspringen.

 

5. Vertrauen schaffen

Bestenfalls vermitteln Sie einem Kunden bereits auf der Produktseite, dass Sie der richtige Ansprechpartner für ihn sind. Sollten Sie beispielsweise für Kundenzufriedenheit ausgezeichnet worden sein, platzieren Sie diesen Hinweis gern prominent auf Ihrer Seite. Ein Nutzer ist außerdem oft beruhigt, wenn ihm viele verschiedene Möglichkeiten zur Zahlung und zum Versand seiner Produkte angeboten werden. Sorgen Sie immer dafür, dass es während des Bestellprozesses nicht zu Zweifeln aufseiten Ihres Kunden kommt.

 

Fazit

Um die Erhöhung Ihrer Konversionsrate erfolgreich durchzuführen, sollten Sie sich zunächst über die Quoten in Ihrer Branche und bei der direkten Konkurrenz informieren. Danach setzen Sie genau fest, welchen Wert eine bestimmte Art von Konvertierung in Ihrem Unternehmen hat und berechnen die aktuellen Raten. Ein kostenloses Tracking-System wie Google Analytics ist dafür oft ausreichend. Wie Sie Mikro-Konversionen für Ihr Unternehmen bestimmen und mit Analytics messbar machen, lesen Sie auf dem Blog von Websennsation.

 

Machen Sie sich klar, was Ihre Zielwerte sind und konzentrieren Sie sich zunächst auf eine Konversion, beispielsweise die Verkäufe im Shop. Sie sehen, mit welch simplen Veränderungen hier bereits eine verbesserte Konversionsrate erreicht werden kann. Setzen Sie sich also die Kundenbrille auf und führen Sie am besten erst eine neue Veränderung ein, nachdem der Erfolg der vorherigen Optimierung getestet wurde.