Keyword Recherche: Suche, Analyse und Verwendung

Keyword Research

Auch wenn Keyword Recherche im ersten Moment nach einer eher nebensächlichen Aufgabe im Prozess der Suchmaschinenoptimierung klingt – sie bildet die Grundlage jeder Website Optimierung.

Sie können Ihre Seite noch so schnell und benutzerfreundlich gestaltet haben und mit jeder Menge interessanter Blogbeiträge glänzen. Das alles bringt Ihnen nichts, wenn Sie sich nicht zuvor mit der Suche nach den passenden Keywords auseinandergesetzt haben. Denn diese entscheiden letztendlich darüber, ob Ihre Seite überhaupt im Google Ranking erscheint oder eben nicht. Wir erklären Ihnen deshalb alles, was Sie über Keywords und die Suche nach ihnen wissen müssen, wie Sie passende Begriffe für sich finden und aus ihnen wertvolle neue Inhalte stricken, die im Anschluss von potenziellen Kunden in den Suchmaschinen gefunden werden.

 

Keyword Definition

Besonders für SEO-Anfänger ist es wichtig, zunächst einmal ein klares Bild davon zu bekommen, worum es sich bei einem Keyword überhaupt handelt. Ein Keyword ist der Suchbegriff, den ein Nutzer in eine Suchmaschine eingibt. Wenn wir von Suchmaschinen reden, handelt es sich dabei meist um Google, da diese mit Abstand die relevanteste ist.

 

Keyword Recherche

Inzwischen gibt es zahlreiche Tools, die Ihnen verraten, wie oft ein bestimmter Suchbegriff im Monat bei Google eingegeben wird. Je höher die Anzahl der Nutzeranfragen, desto beliebter ist dieses Keyword bei Online Shops oder anderen Webseiten, denn umso größer sind die Chancen, dass irgendjemand dieser Nutzer auf ihrem Beitrag zum Thema landet. Theoretisch jedenfalls. Denn praktisch haben höchstens die ersten zehn Ergebnisse, die im Suchmaschinenranking angezeigt werden, überhaupt Chancen darauf, von einem Nutzer angeklickt zu werden. Und zu einem beliebten Keyword auf Anhieb auf den vorderen Plätzen zu landen, ist eher unwahrscheinlich. Viele der gängigen Keyword Tools zeigen daher ebenfalls an, wie umkämpft ein Suchbegriff ist, das heißt, wie viele Ihrer Konkurrenten bereits versuchen, zu diesem Thema zu punkten. Wie also gehen Sie bei der Analyse der passenden Suchbegriffe vor?

 

Ziele der Keyword Recherche

Zunächst sollten Sie sich klarmachen, was Sie mit dem Recherchieren der Suchbegriffe erreichen möchten. Die Intention hinter der Keyword Recherche ist grundsätzlich die, durch die Analyse der eingegeben Begriffe herauszufinden, für welche Themen sich die Nutzer und damit potenzielle Kunden interessieren. Haben Sie einige Begriffe zu Ihrem Thema herausgesucht, können Sie daran ablesen, wie viele Kunden sich für diesen Bereich interessieren, wie viele Ihrer Konkurrenten dazu bereits etwas geschrieben haben und damit, ob es sich lohnt, zu dem Begriff einen spannenden Beitrag zu verfassen.

 

Die Keyword Recherche hilft Ihnen aber nicht nur dabei, Inspiration für neue Inhalte zu Ihrem Blog oder Ihre Website zu bekommen. Sie dient außerdem dazu, die Wünsche und Probleme Ihrer Kunden besser zu verstehen. Wonach suchen potenzielle Kunden? Was sind Ihre Fragestellungen? Welches ihrer Probleme können Sie helfen zu lösen? Ist Ihnen eine Idee für einen möglichen Beitrag gekommen, können Sie recherchieren, welche Seiten zu diesem Suchbegriff auf den vorderen Plätzen bei Google auftauchen und überlegen, ob und wie Sie deren Inhalt noch übertreffen könnten.

 

Keyword Recherche: die wichtigsten Tools

Google Suggest

Die einfachste und schnellste Möglichkeit, an häufig gesuchte Begriffe zu kommen, ist die Vorschlagsfunktion von Google selbst. Geben Sie einen Begriff ein, von dem Sie glauben, dass Ihre Kunden danach im Internet suchen und schauen Sie, welche Alternativen die Suchmaschine dazu vorschlägt.

 

Keyword Planner

Der Keyword Planner von Google Ads zeigt dir an, welche Suchbegriffe, sortiert nach Relevanz, zu deinem Thema infrage kommen. Die Zahl der Suchanfragen pro Monat wird in diesem Tool allerdings nicht exakt dargestellt.

 

KW Finder oder Ubersuggest

Der Keyword Finder bietet eine gute Alternative zum Google Ads Keyword Planner, ist inzwischen aber leider nicht mehr kostenlos. Dafür bekommen Sie hier eine genaue Übersicht, welche Keywords wie häufig gesucht werden, wer Ihre größten Konkurrenten zum Thema sind und wie hoch der Schwierigkeitsgrad ist, um zu Ihrem eingegebenen Suchbegriff auf einem guten Platz im Suchmaschinenranking zu landen. Ähnlich aufgebaut, allerdings noch kostenfrei ist das Tool Ubersuggest.

 

Answer the public

Answer the Public ist ein Suggest Tool, das sich besonders dazu eignet, Longtail Keywords ausfindig zu machen und die Suchintention eines Nutzers besser zu verstehen. Geben Sie einen Begriff ein, erhalten Sie die dazu am häufigsten gestellten Fragen und ganze Phrasen, die bei Google eingegeben wurden. Das hilft Ihnen, den Hintergrund einer Suchanfrage besser zu beleuchten und zu verstehen, was die Kernaussage eines dazu passenden Beitrags sein sollte.

 

Keyword Analyse: Longtail Keywords

Die eben erwähnten Longtail Keywords helfen vor allem dabei, eine allgemeine Suchanfrage von einer echten Kaufintention zu unterscheiden. Das wiederum lässt darauf schließen, ob ein Kunde nur eine Information zu einem Thema sucht oder bereit ist, Geld in Ihrem Shop auszugeben. Mit einem einzelnen Suchbegriff, wie beispielsweise „Backofen“, können Sie nicht viel anfangen. Versuchen Sie, einen Text auf diesen Begriff hin zu optimieren, werden am Ende auch all die Kunden auf Ihre Seite kommen, die Ihren Backofen putzen möchten oder nach einem Kochrezept suchen. Wenn Sie allerdings Backöfen verkaufen, sind Suchbegriffe, die dies implizieren, die Richtigen für Sie. „Backofen kaufen“ oder „Backofen neu“ sind dann Keywords auf die Sie optimieren sollten.

 

Manchmal ist es aber auch sinnvoll, potenzielle Kunden etwas weiter oben im Verkaufstrichter einzufangen. Sucht ein Nutzer beispielsweise nach „Backofen Test“ könnten Sie einen Beitrag auf diesen Begriff optimieren, der Ihre verschiedenen Modelle miteinander vergleicht und ihre Vor- und Nachteile beleuchtet.

 

Suchvolumen

Natürlich hat ein Suchbegriff wie „Backofen“ ein höheres Suchvolumen als das dazu passende Lontail Keyword „Backofen kaufen“. Allerdings werden Nutzer die nach Letzterem suchen, bei Ihnen eher das finden, was sie suchen und zufriedene Nutzer werden auch von Google honoriert. Weniger Suchvolumen ist also nicht unbedingt schlechter, wenn Sie damit zwar weniger, aber dafür die richtigen User erreichen. Ist die Anzahl der Suchanfragen allerdings zu gering – beispielsweise unter 500 Suchanfragen im Monat – lohnt es sich oft nicht, dafür einen Beitrag zu erstellen. Sie müssen bedenken, dass diese Zahl nicht bedeutet, dass 500 Leute auf Ihren Beitrag zum Thema klicken werden, sondern dass so viele Nutzer im letzten Monat nach diesem Begriff gesucht haben. Die verteilen sich dann allerdings auf alle Seiten, die ebenfalls auf diesen Begriff optimiert sind.

 

Konkurrenzanalyse

Aber woher wissen Sie, ob Sie mit einem häufig gesuchten Suchbegriff überhaupt irgendeine relle Chance haben, auf der ersten Seite der Google Ergebnisse zu landen? Einige Tools bieten mit der sogenannten Keyword SEO Difficulty zumindest einen Anhaltspunkt, ob Sie sich an einem Keyword versuchen sollten oder lieber die Finger davon lassen. Die SEO Difficulty zeigt mithilfe einer Skala an, wie schwer es mit dem von Ihnen gewählten Keyword sein wird, einen Text zu produzieren, der es unter die ersten fünf Google Ergebnisse bringt. Es sollte grundsätzlich Ihr Ziel sein, auf einem dieser ersten fünf Plätze zu landen, da alles was darunter liegt, deutlich weniger Traffic verzeichnen kann. Sehen Sie sich dazu unbedingt auch die Seiten der Konkurrenz an, die auf den vordersten Plätzen liegen und finden Sie einen Weg, diese zu optimieren oder auszubauen. Übernehmen Sie den grundsätzlichen Aufbau dieser erfolgreichen Seiten und machen Sie den Inhalt noch besser, um Ihre Chancen zu erhöhen, mit Ihrer Landing Page vor Ihren Wettbewerbern zu landen.

 

Cost per Click

Ein weiteres Feature der Keyword Recherche Tools ist die Anzeige des CPC, des Cost per Click. Dieser zeigt an, wie viel Sie für einen Klick auf Ihre Anzeige zahlen müssten, wenn Sie mit diesem Keyword werben würden. Auch wenn Sie nicht vorhaben, Werbung für einen bestimmten Suchbegriff zu schalten, zeigt der CPC Ihnen an, wie wertvoll ein Keyword ist. Es gibt Keywords, für die einige Firmen bereit sind, einen hohen zweistelligen Betrag auszugeben – für einen einzigen Klick. Diese Keywords sind also bares Geld wert und sollten auf jeden Fall in Ihre Content Planung einbezogen werden.

 

Keyword Recherche: Suchintention verstehen

Selbst wenn Sie es geschafft haben, mit Ihrer Seite auf den vorderen Plätzen der Suchmaschinen zu landen und dadurch viele Klicks zu verzeichnen, ist die Arbeit damit nicht erledigt. Finden diese Nutzer auf Ihrer Seite nämlich nicht das, was sie suchen und verlassen sie deshalb sofort wieder, sind Sie schneller wieder von Ihrer Google Position verschwunden, als Ihnen lieb ist. Wie schaffen Sie es also, dass User, die in Ihrem Shop landen auch einige Zeit dort bleiben? Sie geben dem Nutzer genau das, was er erwartet. Dafür müssen Sie allerdings seine Suchintention verstehen:

  • Will er etwas wissen?
  • Will er etwas tun/kaufen?
  • Will er einen bestimmten Ort besuchen?
  • Sucht er eine bestimmte Website?

 

Es bringt Ihnen nichts, durch eine gute Meta Description und die Berechnung der Keyword Häufigkeit falsche Erwartungen zu schüren. Sie wollen schließlich nicht möglichst viele Kunden auf Ihre Seite lotsen, sondern möglichst die Richtigen.

 

Wenn ein Kunde eine bestimmte Website sucht, wird er sich meist nicht mit einer anderen zufrieden geben. Dasselbe gilt, wenn Ihr Nutzer ein Restaurant in Hamburg sucht, Sie aber eines in Köln führen. In beiden Fällen verschenken Sie wertvolle Ressourcen auf ein für Sie vermutlich wertloses Keyword. Ist ein Nutzer an einer Information interessiert, ist das hingegen kein Hinderungsgrund für einen Online Shop, auf einen derartigen Suchbegriff hin zu optimieren. Schließlich könnte sich ein Kunde, der sich erkundigt, wie man eine Deckenlampe befestigt, auch für die Bohrmaschinen interessieren, die Sie verkaufen. In diesem Fall geben Sie dem Nutzer trotzdem zunächst die gewünschte Information, um ihn im nächsten Schritt auf Ihr Sortiment aufmerksam zu machen.

 

Nach der Veröffentlichung

Haben Sie Ihren Beitrag zu einem passenden Suchbegriff geschrieben und veröffentlicht, sollten Sie einige Wochen später kontrollieren, wie gut Ihre Seite für diesen Begriff tatsächlich rankt und die Inhalte gegebenenfalls anpassen. Mithilfe der Google Search Console lässt sich genau nachvollziehen, über welchen Suchbegriff ein Nutzer auf Ihre Seite kam und auf welcher Position dieser Klick erfolgte.

 

Fazit Keyword Recherche

Fassen wir kurz zusammen: Die Keyword Recherche führen Sie immer durch, bevor Sie sich an Ihren Artikel setzen. Sie dient nämlich nicht nur der Strukturierung Ihres Textes, sondern oft auch dem ganzen Thema. Fokussieren Sie sich allerdings nicht zu sehr auf die Suchbegriffe selbst, sondern versetzen Sie sich immer in einen Kunden hinein und überlegen, warum er genau nach diesem Begriff gesucht hat und was seine Intention dahinter war. Seine Frage hinter diesem Suchbegriff sollten Sie in Ihrem Text beantworten. Tools wie der Google Keyword Planner geben Ihnen einen Überblick darüber, welche Suchbegriffe zu einem Thema interessant sein könnten. Nähere Informationen zu diesen Begriffen erhalten Sie dann beispielsweise durch den KW Finder. Haben Sie das passende Keyword ausfindig gemacht, hilft Ihnen ein Tool wie Answer the public dabei, die Fragestellungen zu finden, die es zu einem Keyword zu beantworten gilt. Nach dem Veröffentlichen Ihres Textes, sollten Sie die Wirkung noch einmal kontrollieren und eventuell Änderungen vornehmen. Mit dieser Vorgehensweise stellen Sie sicher, sowohl Ihre Kunden, als auch die Suchmaschinen zufriedenzustellen.