Kaufabbrüche im Online-Shop reduzieren - 7 einfache Tricks

7 Tipps um Kaufabbrüche zu reduzieren

Stundenlang wird gesurft, Artikel nach gründlicher Recherche in den virtuellen Einkaufskorb gepackt, auf den “Zur Kasse”-Button geklickt und dann… alles abgebrochen. Fast 80% aller Warenkörbe in Online-Shops werden entweder vergessen oder bewusst beendet. Aber was sind die Gründe für den plötzlichen Kaufabbruch und wie können Sie als Online-Shop-Besitzer zukünftige Kaufabbrüche verhindern? Das zeigen wir Ihnen jetzt.

Gründe für Kaufabbrüche und was Sie dagegen tun können

Überlegen Sie einmal selbst, wie oft Sie schon einen vollen Warenkorb im Online-Shop zurückgelassen haben und was Ihre Gründe dafür waren. Wollten Sie die Bestellung eigentlich später beenden und haben es dann schlicht und einfach vergessen? War der Gesamtpreis am Ende zu hoch oder haben Sie festgestellt, dass ein oder mehrere Produkte gar nicht mehr vorrätig sind? Dies sind nämlich die am häufigsten genannten Gründe für das Abbrechen eines Bestellvorgangs in Online-Shops. Viele Punkte haben Sie als Online-Shop-Besitzer in der Hand und sollten Sie optimieren, um Ihren Kunden keinen Grund mehr für frühzeitige Kaufabbrüche zu liefern.

1. Gewünschte Artikel sind nicht mehr vorrätig

Hat man gerade eine Stunde damit zugebracht, Artikel in den Einkaufswagen zu legen, hin und her zu entscheiden, was man kaufen soll und verschiedene Dinge miteinander kombiniert, gibt es nichts Ärgerlicheres, als im letzten Schritt die freundliche Mitteilung zu erhalten, dass einige Produkte leider gar nicht mehr vorhanden sind.

Was Sie dagegen tun können: Sorgen Sie immer bestmöglich dafür, dass nicht lieferbare Artikel dem Kunden gar nicht mehr angezeigt, beziehungsweise bereits auf der Artikelseite als ausverkauft deklariert werden. Je später der Kunde davon erfährt, desto verärgerter ist er und wird sich beim nächsten Mal zweimal überlegen, ob er in Ihrem Shop noch etwas kaufen möchte.

2. Der Warenkorb als “Wunschzettel” für später

Viele User planen gar nicht, ihre Bestellung sofort aufzugeben, sondern legen erst einmal alles im Warenkorb ab, was ihnen gefällt, um danach weiter zu recherchieren, sich noch Inspirationen zu holen oder einfach auf den nächsten Gehaltsscheck zu warten.

Was Online-Shops in dieser Situation tun können, ist den Nutzer regelmäßig daran zu erinnern, dass noch ein Warenkorb auf ihn wartet und ihm die Produkte darin so schmackhaft wie möglich zu machen. Sei es durch Reminder-Emails oder Retargeting – sorgen Sie auf jeden Fall dafür, dass kein Warenkorb vergessen wird. Noch wichtiger ist aber, dass Ihr System einen Warenkorb nicht automatisch löscht, sobald der Kunde die Seite ohne Abschluss verlässt. Er muss jederzeit seinen alten Warenkorb wiederfinden können, sobald er auf Ihre Seite kommt.

3. Zahlungs- oder Versanddetails passen nicht

Die Versandkosten sind zu hoch, die Lieferung dauert zu lange oder die gewünschte Zahlungsart wird nicht angeboten – alles Gründe für einen potenziellen Kunden, einen Kauf im letzten Moment abzubrechen.

Was Sie dagegen tun können: Kommunizieren Sie von Beginn an Details wie Versandkosten, Versandunternehmen und listen Sie alle Preise und Lieferzeiten auf einer ausgewiesenen Seite auf. Arbeiten Sie eventuell sogar mit Infokästen, um dem User in jedem Schritt seines Kaufprozesses auf dem Laufenden zu halten und spätere Überraschungen zu vermeiden.

4. Der Checkout-Prozess dauert zu lange

Der Kunde wähnt sich bereits am Ziel, hat vielleicht noch fünf Minuten Zeit und dann, Überraschung – er soll in einem zweiseitigen Formular ein Kundenkonto anlegen, inklusive Infos zu seinem Geburtstag, wie er auf den Shop aufmerksam geworden ist und ob er plant, noch einmal hier einzukaufen. Natürlich alles als Pflichtfeld.

Sie sollten auf jeden Fall den Aufwand für den Kunden im Checkout-Prozess minimieren. Wenige Pflichtfelder, Anmeldung mit dem Facebook Konto und Gastbestellungen ermöglichen jedem Nutzer einen schnellen Abschluss seiner Bestellung, was ja auch in Ihrem Sinne sein dürfte.

5. Der Gesamtpreis ist zu hoch

Wer kennt es nicht: Da hat man fröhlich eingekauft, Artikel für Artikel in den Warenkorb gelegt und dabei etwas den Überblick verloren. Am Ende kommt dann, mit Blick auf die Endsumme, das böse Erwachen. Schockiert über uns selbst, lässt uns das den Einkauf ziemlich schnell beenden.

Das können Sie vermeiden, indem Sie Ihren Kunden mit jedem Artikel den er in seinen Warenkorb legt anzeigen, wie viel die neue Gesamtsumme beträgt. Der Käufer kann so individuell entscheiden, ob ihm der jeweilige Artikel diesen Preis wirklich wert ist und gegebenenfalls schon während des Kaufprozesses aussortieren.

6. Technische Probleme

Technische Fehler sind eigentlich leicht zu vermeiden, treten aber trotzdem immer wieder auf. Die Folge: Kaufabbrüche. Am schlimmsten ist natürlich, wenn plötzlich der gesamte Warenkorb gelöscht ist. Sie können sich sicher sein, dass solche Kunden künftig ihre Zeit nicht mehr in Ihrem Online-Shop verschwenden wollen. Aber auch Probleme bei der Zahlung oder vorübergehende Fehlermeldungen sind ein großes Ärgernis, das die meisten Kunden mit dem Beenden ihrer Einkaufs bestrafen. Sorgen Sie also immer dafür, dass der gesamte Bestellprozess Ihres Online-Shops reibungslos abläuft, führen Sie Testbestellungen durch und reagieren Sie unverzüglich, falls doch etwas schief gelaufen sein sollte.

7. Der Käufer ist unentschlossen

Entweder Ihr Kunde hat am Ende seines Einkaufs schon wieder vergessen, was er alles in seinen Warenkorb gelegt hat oder er fragt sich, ob er diese Dinge wirklich alle sofort braucht. Überzeugen Sie ihn durch kleine Produktbilder im Warenkorb noch einmal von seiner Wahl, bauen Sie Kundenzufriedenheitszertifikate und Kundenbewertungen ein, um das Vertrauen Ihres Käufers zu stärken und ihm die Motivation zum letzten Schritt im Kaufprozess zu geben. Kurz: tun Sie alles, um Ihre Kunden bis zum Schluss bei der Stange zu halten.

Behalten Sie den Überblick

Analysieren Sie Ihre Kaufabbrecher und forschen Sie mit konkreten Fragestellungen nach den Ursachen. Wo werden die meisten Kaufprozesse beendet? Auf der Produktseite, im Warenkorb oder erst beim Checkout? Nehmen Sie diese Seiten genau unter die Lupe und versetzen Sie sich in die Lage Ihres Kunden. Idealerweise geben Sie dem Kunden in jedem Schritt seiner Bestellung einen genauen Überblick, über die Produkte und Preise im Warenkorb und sorgen dafür, dass technisch alles einwandfrei funktioniert. Dann wünschen wir Ihnen viel Erfolg beim Optimieren Ihres Bestellprozesses und somit bei der Reduzierung Ihrer Kaufabbrüche.