Ist das noch rechtens? Gesetzlicher Rahmen im Social-Media-Marketing

Gesetzlicher Rahmen im Social-Media-Marketing

Die Berichterstattung – ob im Fernsehen, Radio oder online – der letzten Jahre ist vor allem in Hinblick auf zwei Themen stark angestiegen: Social Media und Datenschutz. Beinahe wöchentlich wird über Gerichtsverhandlungen der großen Social-Media-Konzerne a la Facebook oder Twitter mit den nationalen Datenschutzstellen berichtet. Posts der Anwender von Social Networks und die Verwendung datenschutzrelevanter Informationen für Marketingzwecke werden teilweise zur politischen Sache und können bußrechtlich geahndet werden. Berechtigterweise stellen sich immer mehr Unternehmer, aber auch Privatpersonen, die Frage: Wie weit kann ich Social-Media-Marketing betreiben und wo stoße ich an gesetzliche Grenzen?

 

Social-Media-Recht: Mehr als nur Datenschutz

Trotz des rasanten Anstieges von Social Networks, hat es dieser Trend allerdings noch zu keinem eigenen Fachgebiet im der Gesetzgebung geschafft. Gesetzliche Fragestellungen zu Social Media Themen werden bis heute im Allgemeinen im IT-Recht oder Medienrecht behandelt. Sozusagen als Dach schwebt über beiden Rechtsbereichen jedoch weiterhin das große Thema Datenschutz. Daher sind sowohl die Social Network Anbieter selbst als auch den Unternehmen, die die Plattform zu Marketingzwecken nutzen, gut darin beraten, datenschutzrechtliche Informationen ihrer Follower nicht zu verletzen.

 

Um welche datenschutzrechtlichen Informationen handelt es sich?

Mit dem erhöhten Anstieg der Social Media Aktivitäten, auch im Marketing, werden oftmals personenbezogene Daten erhoben, die die Unternehmen mit Vorsicht behandeln müssen. Die Verwendung von IP-Adressen der Endkunden oder Social Plugins auf der eigenen Website unterliegen einigen kritischen Fragestellungen, die vor allem in Hinblick auf Facebook eine große Rolle spielen. Diese Themen benötigen klare Aussagen über die Verwendung und die technische Absicherung der Daten.

 

Pflichten der Unternehmen im Social-Media-Marketing

Unternehmen müssen nicht nur die Datenschutzbestimmungen ihrer Kunden beachten. Bei der Nutzung von Social-Media-Kanälen unterliegen sie außerdem einigen Pflichten, so unter anderem der Transparenz- und der Impressumpflicht. Sie werden hinsichtlich des gesamten Inhalts auf ihren Profilen in die Haftung genommen. Zudem müssen kommerzielle oder marketingbezogene Inhalte als solche eindeutig deklariert werden.

 

Wie kann sich Ihr Unternehmen rechtlich absichern?

Ein erster Schritt für Unternehmen, die auf den Social-Media-Zug aufspringen möchten, sollte sein, sich die Nutzungsbedingungen der Plattformen im Detail anzusehen. Ungeklärte Fragestellungen können gegebenenfalls mit einem Fachanwalt erörtert werden.

Des Weiteren sollte eine vollumfängliche Prüfung der Datenverarbeitung stattfinden, um datenschutzrechtlich empfindliche Informationen rechtlich korrekt zu verarbeiten. Änderungen von AGB´s der Social Networks sind immer brisant und sollten ebenfalls mit rechtlicher Beratung betrachtet werden.

 

Social-Media-Marketing – rechtlich auf der sicheren Seite

Gehen Sie mit personenbezogenen Daten sorgsam um und werfen Sie immer einen Blick mehr auf die vertraglichen Rahmenbedingungen der Social Media Anbieter. Nur dann können Sie mit den bereits zur Verfügung stehenden Marketingwerkzeugen im Social Media einen großen Schritt in Richtung digitale Zukunft gehen und Ihre Marktposition festigen.