In 5 Schritten zur passenden Online Marketing Strategie

5 Schritten zur passenden Online Marketing Strategie

Egal, welche Taktiken, Schritte oder Inhalte Sie für Ihre Website oder andere Kanäle Ihres Unternehmens planen – es beginnt immer mit einer passenden Online Marketing Strategie. Online Marketing Strategien sind das große Ganze. Der Rahmen, in den alle zukünftigen Maßnahmen einfließen. Ohne eine festgelegte Strategie, die das Haupt-Marketingziel des Unternehmens vorgibt, sind alle weiteren Unternehmungen vergeudete Energie.

Es gilt also zunächst eine einheitliche Online Marketing Strategie zu entwickeln, die das einzigartige Angebot des Unternehmens, den Unique Selling Point, hervorhebt und auf die vorgelagerte Unternehmensstrategie einzahlt. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie in wenigen Schritte die ideale Online Marketing Strategie für Ihren Online-Shop entwickeln.

Was ist eine Online Marketing Strategie?

Kurz gesagt, handelt es sich bei der Online Marketing Strategie um einen Plan, in welchem Sie festlegen, wie Sie ein bestimmtes Ziel erreichen möchten. Sie planen beispielsweise in diesem Jahr 25 % mehr Umsatz zu erreichen als im letzten Jahr und überlegen nun, wie Sie dieses Ziel in die Tat umsetzen können. Dafür sollten Sie einige Fakten, sowohl zu Ihrem eigenen Unternehmen, als auch zu Mitbewerbern und Ihrer Zielgruppe kennen.

1. Um welches Angebot handelt es sich?

Um eine Online Marketing Strategie ausarbeiten zu können, das heißt, sich selbst und Ihr Produkt optimal vermarkten zu können, sollten Sie zunächst einmal explizit festlegen, was Sie eigentlich anbieten. Damit ist nicht nur das eigentliche Produkt oder die Dienstleistung gemeint, sondern das Gefühl, das der Kunde damit verbindet. Verkaufen Sie beispielsweise Staubsauger-Roboter, verkaufen Sie Ihren Kunden damit ebenso mehr Freizeit und Gemütlichkeit. Arbeiten Sie die Einzigartigkeit Ihres Angebotes heraus und überlegen Sie, wie Sie dieses Angebot mit positiven Gefühlen für den Kunden besetzen können. Dabei können Sie auch gerne überlegen, was Ihr gesamtes Unternehmen ausmacht. Punkte wie Nachhaltigkeit, überdurchschnittliches Umweltbewusstsein oder andere Dinge, die potenziellen Käufern positiv im Gedächtnis bleiben könnten, sollten in jedem Fall auch in die Marketing Strategie einfließen.

2. Wer ist Ihre Zielgruppe?

Viele Online Shops glauben, die Frage nach der eigenen Zielgruppe problemlos beantworten zu können. Versuchen Sie aber tatsächlich einmal, Ihren Durchschnittskunden darzustellen. Wie alt ist er? Wieviel Geld steht ihm monatlich zur Verfügung? Ist er männlich, weiblich? Wie wohnt er und was ist sein Beruf? Wie verbringt er seine Freizeit und, das Wichtigste – was sind seine Bedürfnisse und Probleme? Sie werden merken, dass Sie diese Fragen nicht ohne weiteres beantworten können. Das Bilden sogenannter Buyer Personas ist allerdings die Grundlage Ihrer Marketing Strategie. Denn, wie wollen Sie eine Verkaufsstrategie für Kunden entwickeln, wenn Sie Ihre Kunden gar nicht kennen?

Viele dieser notwendigen Daten erhalten Sie bereits aus kostenlosen Analyse-Tools wie Google Analytics. Auch ein Blick in Ihre Kundendatenbank oder für diesen Zweck konzipierte Umfragen werden Ihnen in diesem Punkt Aufschluss geben.

3. Welche Marketing Tools werden Sie nutzen?

Bevor Sie beginnen, Werbung zu schalten und Inhalte zu veröffentlichen, sollten Sie genau festlegen, wie Sie den Erfolg dieser Maßnahmen messen und auswerten werden. Welche Daten sollen in welchen Abständen und von wem erfasst werden? Reicht Ihnen ein allgemeines kostenloses Tool wie Google Analytics oder benötigen Sie weitere Informationen zu Mitbewerbern oder detailliertere Daten zu einer Käufergruppe? Sie müssen wissen, wie Sie Ihre Performance fortlaufend überwachen können und dies auch tatsächlich tun. Nur so sind Sie in der Lage, auf Ereignisse entsprechend zu reagieren und eventuell Anpassungen einzuleiten. Die wichtigsten Tools, um Ihnen die Analyse-Arbeit in 2019 zu erleichtern, sind hier aufgelistet.

4. Was ist der Status Quo Ihrer Kanäle?

Anstatt planlos neue Inhalte zu publizieren oder wahllos Unternehmensprofile auf verschiedenen Plattformen anzulegen, machen Sie besser zunächst eine Bestandsaufnahme. Überprüfen Sie, welche Inhalte sich bereits auf welchen Kanälen im Netz befinden und wie gut diese Kanäle gepflegt sind. Entscheiden Sie je nach Auswertung, wo es sich lohnt, Ressourcen einzusetzen, welche Kanäle Sie ausbauen möchten, weil Sie dort Ihre Zielgruppe am besten erreichen und welche Inhalte Sie eventuell noch mit Informationen anreichern können, um weitere Interessenten anzusprechen. Sie sollten analysieren, woher Ihre Besucher kommen, um diese Wege zu stärken und zugehörige Landing Pages zu optimieren.

Haben Sie herausgefunden, welche Inhalte besonders gut konvertieren? Konzentrieren Sie sich auf Content dieser Art und erstellen Sie einen Redaktionsplan für die nächsten Monate.

5. Earned und Paid Media

Alle Kanäle, die Ihrem Unternehmen angehören, bezeichnet man im Online Marketing als Owned Media. Darunter fallen Ihre Website, Ihre Social Media Kanäle und die dafür verwendeten Texte und Bilder. Daneben gibt es Earned Media und Paid Media. Earned Media ist der Content im Netz, der zwar außerhalb Ihrer Kanäle veröffentlicht wurde, aber Ihren Namen trägt. Dabei handelt es sich meist um Gastbeiträge, Pressemeldungen oder Kundenfeedback. Auch hier sollten Sie untersuchen, wie Sie in der Öffentlichkeit momentan zu sehen sind. Eventuell haben Sie sich bereits ein positives Image aufgebaut, für das Sie bekannt sind und das es nun auszubauen gilt. Sollten Sie feststellen, dass Besucher vor allem aus ein oder zwei bestimmten Quellen zu Ihnen kommen, versuchen Sie, dort weitere Inhalte zu platzieren.

Paid Media ist jeglicher Content, der im Internet zu Ihrem Namen erscheint und für den Sie bezahlt haben. Hierzu zählen Google Anzeigen, Social Media Werbung und andere Werbemaßnahmen. Vielleicht werden Sie feststellen, dass Sie den Großteil Ihres Budgets im letzten Jahr für Facebook Anzeigen ausgegeben haben, diese allerdings überhaupt nicht konvertieren. Dagegen kam ein Großteil der späteren Käufer über Ihre Google Ads Anzeigen. Nach der Analyse Ihrer Paid Media sollten Sie entscheiden, auf welche Vertriebskanäle Sie in Zukunft Ihren Fokus legen und welche Maßnahmen Sie gegebenenfalls komplett streichen.

Ihre Online Marketing Strategie

Sie wissen nun, was das Alleinstellungsmerkmal Ihres Angebotes ist, welche Zielgruppe Sie damit erreichen und über welche Wege diese in Ihrem Online Shop landet. Sie haben ein Ziel festgelegt und einen Plan mit zu veröffentlichenden Inhalten erstellt. Aus diesen Punkten sollte sich nun Ihre Online Marketing Strategie ergeben. Diese Strategie brechen Sie am besten gleich zu Beginn auf einzelne Kampagnen und Maßnahmen herunter und legen gleichzeitig verantwortliche Personen für jeden Bereich fest. Mithilfe Ihrer Marketing Tools können Sie nun den Verlauf Ihrer Aktivitäten dokumentieren und optimieren. Sie sehen also, es gibt nicht die eine richtige Online Marketing Strategie. Online Marketing Strategien sind vielmehr natürliche Resultate der Selbstüberprüfung durch Unternehmen. Versuchen Sie einmal, diese Schritte für sich umzusetzen und lassen Sie sich überraschen, was dabei herauskommt.