Google´s "heiliger Gral" - das neue Tool Google Attribution kommt

Google Attribution

Eine der größten Herausforderungen im Online Marketing ist bis heute die Auswertung bzw. Zuordnung von Kaufhandlungen zu einer bestimmten Werbemaßnahme. Auswertungshilfen wie Google Analytics und DoubleClick Search konnten wichtige Erkenntnisse liefern, eine geräteübergreifende Zuordnung ist bis heute aber nicht möglich. Diesem blinden Fleck hat Google nun den Kampf angesagt. Das AI-Tool Google Attribution soll datengetrieben mehr Transparenz schaffen und die verschiedenen Analysetools vereinen.

Attribution: Wie verschiedene Klicks den Verkäufen zugeordnet werden 

 

Generell werden Attributionsmodelle erstellt, um regelbasiert die letzten Touchpoints bzw. Klicks in Conversion-Pfaden Wertigkeiten von generierten Verkäufen zuzuordnen. Ein Attributionsmodell kann beispielsweise als Touchpoint den Klick auf eine AdWords-Anzeige definieren. In diesem Fall wird der Verkauf vollständig dem letzten AdWords-Klick zugeordnet. Marketing-Strategien sehen aber nicht nur diesen einen Kanal oder diese eine Aktion vor. Zum Leidwesen der Marketing-Controller mussten bislang mehrere solcher Attributionskanäle erstellt und ausgewertet werden. Das Fazit: Die Übersicht über den kompletten Kaufprozess eines Kunden geht verloren, sobald er mehrere Kanäle nutzt. Eine genaue Zuordnung der Marketing-Maßnahmen zu einer Aktion des Kunden ist nur oberflächlich möglich.

 

Google greift Marketern unter die Arme

 

Die Lösung Google´s erscheint ebenso einfach wie genial: Die eigenen Auswertungstools Adwords, Google-Analytics und Doubleclick-Search werden in einen Topf geschmissen und miteinander vernetzt. Heraus kommt eine datenbasierte Analyse, die alle Kanäle berücksichtig und durch maschinelles Lernen ermittelt, welcher Schritt des Kunden für den Kauferfolg relevant war. Google´s Produktmanager Jerry Dishler lobt den neuesten Clou bereits als „heiligen Gral“ der Analytictools. Ob sich diese Vision bewahrheiten wird, wird sich für uns in den nächsten Wochen zeigen, wenn das neue Tool auch in Deutschland ausgerollt wird.

 

Diese Features sorgen für Aufsehen

 

Schon seit Längerem verfolgt Google das Ziel, die Messung von Online- und Offline-Käufen zu revolutionieren. Anzeigen, die in den Onlinekanälen von Google geschaltet werden, sollen auch jenseits des Klicks auf den Online-Shop Auswirkungen haben. So konnte Google bereits ermitteln, dass ein Kunde ein Geschäft eher betritt, wenn er vorher auf eine Google-Anzeige des Geschäftes geklickt hatte. Diese Datenerhebung ist mithilfe einer Standortbestimmung möglich. Die persönlichen Daten werden allerdings anonymisiert an die Werbekunden übermittelt.

 

Ein weiteres Feature nennt sich „kaufbereite Zielgruppen“. Da Google nunmehr mit noch größeren Datenmengen arbeiten kann, bietet diese Funktion eine Auswertung von Billionen von Suchanfragen und Aktivitäten. Ziel ist es, Nutzer zu analysieren und zu ermitteln, wann sie kurz vor einer Kaufentscheidung stehen und welche Anzeigen diesen Impuls auslösen.

 

Auch geräteübergreifende Analysen sind die große Stärke des neuen Attributionstools. So ist es nicht verwunderlich, dass Google auch auf die Auswertungen von Smartphones setzt. Mobile Produktrecherchen werden mit späteren Laden- oder Onlineshopkäufen in Relation gesetzt. Der Vorteil dieser Methode? Die Messung des eigenen Mobile Marketing ist auch über verschiedene Touchpoints punktuell möglich.

 
 

Ein geballtes Analysepaket der Zukunft

 

Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass maschinelles Lernen in vielen Bereichen der digitalen Welt Einzug hält. Google bietet mit seinem neuen Tool eine Lösung, die diese Datenflut in die richtigen Bahnen lenkt. Sie hilft auch, die Werbekunden in einer immer komplexer werdenden Marketing-Welt bei der Optimierung ihrer Maßnahmen zu unterstützen.

 

Sehen wir uns einmal die Vorteile des neuen Tools genauer an: 

 

Google Attribution bündelt alle wichtigen Analysedaten an einer einzigen Stelle und erleichtert damit vielen Marketern ihre Arbeit. Cross-Device-Daten und Analysen von Online- und Offline-Kaufaktivitäten geben ein übergreifendes Bild der Kaufpräferenzen des Kunden. Außerdem gibt das Tool Empfehlungen für Optimierungsmaßnahmen und hilft bei der Umstellung der bisherigen Attributionsmodelle auf die neue Lösung.

 

Fazit

 

Es bleibt abzuwarten, ob sich das neue Tool gegenüber den Lösungen der Konkurrenz im Bereich Attribution durchsetzen wird. Der Schwerpunkt des Tools liegt eindeutig in der analytics intelligence, die sich erst noch beweisen muss.