Google Werbung: 3 Kostenfallen und wie sie vermieden werden können

3 Kostenfallen bei Google Werbung vermeiden

Gemäß aktuellen Statistiken beträgt Google´s Marktanteil an Suchmaschinen in Deutschland 94,52 %. Doch es geht noch besser: Mobil schafft es der Suchmaschinen-Gigant sogar auf 98,39 % und ist damit aus unserem digitalen Leben nicht mehr wegzudenken.

Der Kampf unzähliger Online Shops und Dienstleister um Werbeflächen des Suchmaschinenanbieters wird seither in einem Auktionswettbewerb ausgetragen. Aber Achtung! Auch bei  Google AdWords lauern versteckte Kostenfallen, die Sie trotz der Transparenzbeteuerungen des Konzerns erkennen sollten.

Suchmaschinen Advertising: Lohnenswerte Investition oder Kostenfalle?

Unabhängig davon, ob Sie einen Online Shop aufbauen oder ihr Unternehmen im Internet präsent machen möchten – zu einem erfolgreichen Online Marketing gehört auch das Suchmaschinen Advertising (SEA). Mithilfe von vordefinierten Kampagnen über AdWords können Sie für Ihr Unternehmen zahlungspflichtige Anzeigenplätze auf Google ergattern.

Und wenn wir uns die Suchmaschinen Marktanteile von Google vor Augen führen, kann die Investition durchaus lohnenswert sein. Doch wie bei allen Maßnahmen im Online Marketing gilt:

Wer die Tools nicht richtig zu nutzen weiß, kann sich schnell in einer Kostenfalle verfangen.

Selbst das begrenzte Budget bei AdWords kann sich als Fehlinvestition herausstellen, wenn es unüberlegt verwendet wird. Bereits seit Längerem gibt es kontroverse Meinungen zum Preis-Leistungs-Verhältnis von AdWords. Viele Kritiker sind der Ansicht, dass die Auktionsplattform zu teuer ist und kaum Traffic erzeugt.

Trifft diese Aussage zu? Falsch konfiguriert, kann das Tool tatsächlich wenig zum Erfolg einer Anzeige beitragen und zu einer Kostenfalle werden. Wir zeigen Ihnen, wie Fehlinvestitionen entstehen und wie Sie diese vermeiden können:

Kostenfalle 1: Falsche Keywordauswahl

Die häufigste Fehlentscheidung bei der Anzeigenschaltung in AdWords ist die Auswahl eines falschen bzw. populären Keywords. Vor allem beliebte Keywords werden im Auktionsverfahren ein hohes Maximalgebot erfordern, damit Sie den Zuschlag für Ihre Anzeige überhaupt erhalten. Nicht selten kostet Sie ein Klick dann mal eben 4 – 6 Euro.

Eine hohe Investition für ein paar Klicks von potenziellen Kunden, vor allem wenn Sie mit einem geringen Budget ins Rennen gehen. Dasselbe gilt auch für falsche Keywords, die nicht wirklich mit Ihrem Produktangebot zusammenhängen. In diesem Fall wird zwar Ihr Budget pro Klick aufgebraucht, Kunden werden sich jedoch darüber ärgern, dass ihre Suchintention nicht befriedigt wurde.

Wie können Sie diese Situation umgehen? Wenn Sie risikofreudig sind, können Sie um populäre oder falsche Keywords kämpfen. In den meisten Fällen jedoch wird Ihr unternehmerisches Gewissen Sie davon abhalten. Selbstverständlich möchten Sie trotzdem gewisse, gern genutzte Keywords verwenden – schließlich sind diese genau richtig für Ihr Angebot.

Wir empfehlen hier die Nutzung von Longtail Keywords, also zusammengesetzten Keywords, die unter anderem das populäre Keyword enthalten.

Tipp: Achten Sie außerdem darauf, dass Sie nicht doppelt für Keywords zahlen! Vor allem im Bereich von Longtail Keywords kann es durchaus vorkommen, dass diese so speziell ausgewählt werden, dass Sie von vornherein mit diesen Keywords in das kostenlose Top 5 Listing bei Google aufgenommen werden. Überprüfen Sie daher vorher, ob Sie mit Ihren Keywords möglicherweise bereits kostenlosen Traffic erhalten.

Kostenfalle 2: Provokativer Content und Conversion Abbruch

Ihre Anzeigentexte sind besonders auffällig und am besten in Superlative verfasst? Sie erzeugen sofort Neugier bei den Lesern, sobald diese Ihre Anzeigen das erste Mal zu Gesicht bekommen? Gut für Sie! Aber nur, wenn Sie die Erwartungshaltung Ihrer Kunden auch beim Klicken auf Ihre Webseite befriedigen können.

Die Neugier von möglichen Kunden zu wecken ist eine Kunst, die jeder Werbetexter beherrschen möchte. Vergessen Sie dabei aber nicht, dass Sie zahlende Kunden am Ende nur mit Tatsachen und nicht mit schönen Worten gewinnen können. Wenn Kunden aufgrund Ihrer provokativen Texte und um ihre Neugier zu stillen auf Ihre Anzeigen klicken und Sie die aufgebaute Erwartungshaltung nicht erfüllen können, werden Sie nur Eines erhalten: kostenpflichtige Klicks ohne Mehrwert.

Was können Sie tun? Wir möchten Ihnen nicht raten, ab sofort nur noch langweilige Anzeigentexte zu verfassen, die Fakten beinhalten. Ganz im Gegenteil! Ansprechender Content – egal ob in Anzeigentexten oder auf Ihrer Webseite ist das A und O für gutes Marketing. Aber für alle Maßnahmen gibt es Grenzen.

Schaffen Sie Neugier, heben Sie die Besonderheiten Ihrer Produkte in Ihren Texten hervor und lassen Sie die Texte und Ihr tatsächliches Angebot vor der Anzeigenschaltung von einem neutralen Dritten prüfen. Mit einer zweiten Meinung können Sie Fehlinvestitionen durch übertriebene Texte und Conversion Abbrüche vermeiden.

Kostenfalle 3: Unbegrenzte Anzeigenschaltung

Ein häufiger Fehler bei der Einstellung von Kampagnen in AdWords ist das Ausschließen gewisser Anzeigenparameter. Sie können entscheiden, wo und auf welchen Geräten Ihre Anzeigen geschaltet werden können. In manchen Fällen kann es beispielsweise durchaus sinnvoll sein, nur regional oder nur für Desktop-Browser Anzeigen zu schalten.

Begehen Sie außerdem nicht den Fehler und schalten Ihre Anzeigen auf mobilen Endgeräten, wenn Ihre eigene Webseite dafür noch nicht optimiert ist. 

Anzeigen, die unbegrenzt geschaltet werden, können zwar viel Traffic generieren, aber das heißt nicht, dass Sie genau diesen Traffic haben möchten. Schnell ist Ihr Budget aufgebraucht und Sie haben trotzdem nicht die Kunden erreicht, die Sie eigentlich erreichen wollten.

Wie können Sie es besser machen? Machen Sie sich mit allen Anzeigenparametern vertraut, bevor Sie eine Anzeige schalten. Entdecken Sie, welche verschiedenen Einstellmöglichkeiten es gibt und gehen Sie noch einmal in sich und bringen Sie diese mit den Zielen Ihrer Anzeigenschaltung in Einklang. Schließlich soll Ihr Budget möglichst gewinnbringend angelegt sein. Fangen Sie möglicherweise erst klein an und werten Sie die ersten Ergebnisse aus, bevor Sie einen größeren Anzeigenradius bzw. -budget in Angriff nehmen.

Mit kleinen Schritten zum Erfolg

Google AdWords ist ein mächtiges Werkzeug, dass es zu erlernen gilt. Trotz der vielen Hilfestellungen, die Google seinen Anwendern zur Verfügung stellt, müssen Sie sich ganz individuell mit dem Tool vertraut machen und die Feinheiten erforschen. Sicherlich wird die Einarbeitung vor allem in den ersten Monaten viel Kraft und Zeit in Anspruch nehmen. Der Aufwand lohnt sich allerdings, wenn wir uns bewusst machen, welche Marktmacht Google in der heutigen Zeit hat.

Wir empfehlen, die Kosten für Google Werbung erst einmal gering zu halten und mit den Ergebnissen zu wachsen. Gehen Sie anfangs mit einem geringen Tagesbudget an den Start und entwickeln Sie nach und nach Ihr ganz individuelles Erfolgskonzept mit dem Suchmaschinen Advertising.