Facebook Ads: 5 praktische Tipps um einen Facebook Beitrag zu bewerben

Facebook Werbung

Die Social Media Plattform Facebook bietet für Unternehmen nicht nur einen weiteren Kommunikationskanal für ihre Follower, sondern kann auch als Tool für Werbeanzeigen genutzt werden. Auf diese Weise können auch Personen angesprochen werden, die Ihr Unternehmen zwar noch nicht kennen, aber für die die Inhalte Ihrer Werbeanzeigen interessant sein könnten.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit ein paar wenigen Einstellungen genau die richtigen Zielgruppen erreichen können.

Warum überhaupt Beiträge bewerben?

Laut aktuellen Statistiken  für Anfang 2018 sind deutschlandweit auf der Social Media Plattform Facebook monatlich ca. 30 Millionen Nutzer aktiv – davon ca. 13 Millionen Nutzer täglich.  Kein Wunder also, dass viele Unternehmen das soziale Netzwerk als eines der wichtigsten Kommunikationsmittel für Ihre bestehenden und potentiellen Kunden forcieren.

Ob über das Smartphone, am Arbeitsplatz oder am Tablet zuhause auf dem Sofa – die Neukundenakquise kann Dank dem News Feed immer und überall erfolgen.

Die Nutzung von Facebook bietet für Unternehmen außerdem viele, praktische Vorteile. So kann ein Teil des Beschwerdemanagements über die Facebook-Seite abgewickelt oder Nutzervorlieben anhand von Umfragen analysiert werden.

Des Weiteren tragen tägliche oder wöchentliche Posts zur Kundenbindung bei – sofern man schon über einen gewissen Followerbestand verfügt. Aber die effektivste und beliebteste Form der Nutzung ist das Einstellen von Werbeanzeigen auf Facebook.

Die Erstellung einer Facebook Ad passiert in zwei Schritten: Zuerst muss ein Beitrag auf der Unternehmensseite veröffentlicht werden. Danach erscheint ein blauer „Beitrag-bewerben“-Button, der verschiedene Konfigurationsmöglichkeiten für Kampagnen eröffnet.

Die Konfiguration gestaltet sich – wie vieles bei Facebook – überschaubar und intuitiv; trotzdem möchten wir Ihnen folgende Tipps an die Hand geben:

Tipp 1: Content des Beitrags prüfen

Bevor Sie einen Beitrag als Werbeanzeige auf Facebook schalten, sollten Sie prüfen ob dieser überhaupt das Potenzial für eine Anzeige hat. Bei Facebook Ads wird empfohlen eine Grafik und eher wenig Text zu verwenden. Die Anzeige soll schließlich sofort ins Auge fallen, wenn der User durch seinen News Feed scrollt. Bei Produktwerbeanzeigen würde es sogar ausreichen, ein Bild des Produkts und den Modellnamen zu verwenden. Besonders aufmerksam werden User wenn zudem ein Rabatthinweis integriert wird.

Auch bei den Grafiken sollten Sie sich Zeit bei der Auswahl nehmen. Am besten eignen sich Bilder mit weißem Hintergrund. Dadurch rückt das beworbene Produkt noch besser in den Fokus. Zudem erleichtert ein weißer Hintergrund die Ansicht für User, da alle Beiträge auf Facebook mit diesem Hintergrund ausgestattet sind.

Tipp 2: Zielgruppen bereits im Vorfeld definieren und richtig einrichten

Die Zielgruppenauswahl ist immer abhängig vom Inhalt Ihres Beitrags. Wenn Sie also die aktuelle Kollektion für Herrenanzüge bewerben möchten, könnte Ihre Zielgruppe eher aus Männern zwischen 25 – 45 Jahren bestehen (außer Sie setzen darauf, dass Frauen ihre Männer einkleiden). Liegt Ihr Hauptaugenmerk jedoch darauf noch mehr Newsletter-Anmeldungen zu generieren, können Sie die Zielgruppenmerkmale breiter fächern.

Unabhängig davon, welche Merkmale es am Ende werden, wichtig ist nur, dass Ihnen bewusst ist, welche Zielgruppe Sie ansprechen möchten. Denken Sie daran: Wenn Sie keine Zielgruppenvorgaben machen, werden Ihre Facebook Ads wirkungslos sein.

Bei der Konfiguration Ihrer gewünschten Zielgruppe bietet Facebook u. a. folgende Einstellmöglichkeiten:

  • Geschlecht
  • Alter
  • Standort (mit Umkreis)
  • weitere demographische Eingaben (Beziehung, Arbeit, Generation, etc.)
  • Interessen
  • Verhalten
  • Verbindungen (selektive Ausgrenzung möglich)

Es ist außerdem möglich, für die erstellte Zielgruppe einen Namen zu vergeben. Wenn Sie also viele Facebook Ads erstellen möchten, kann Ihnen diese Funktion einen besseren Überblick verschaffen (z. B. männliche Rheinländer 25 – 45).

Tipp 3: Interaktionsbutton auswählen

Bereits auf der ersten Konfigurationsseite wird abgefragt, ob Sie für den Facebook Ad einen Button hinzufügen möchten. Der Button dient der Steigerung von Interaktionen zu Ihren beworbenen Beiträgen. User, die sich von der Anzeige angesprochen fühlen, können über den Button sofort auf die Webseite, den Onlineshop oder die Facebook-Seite des Unternehmens weitergeleitet werden. Welchen Link Sie am Ende nutzen möchten, bleibt Ihre Entscheidung. Die Eingabe des Links erfolgt in derselben Auswahlmaske.

Bezüglich des Buttons bietet Facebook sechs Optionen, zwischen denen Sie auswählen können:

  1. Mehr dazu: Eignet sich für alle Arten von Beiträgen und Anzeigen
  2. Jetzt einkaufen: Eignet sich für Onlineshops mit Verlinkung auf den Shop
  3. Jetzt buchen: Eignet sich vor allem für Reiseangebote, Ticketbuchungen, etc.
  4. Registrieren: Eignet sich für Newsletter, Clubmitgliedschaften, etc.
  5. Route planen: Eignet sich für Reiseanbieter und Unternehmen mit lokalen Standorten
  6. Nachricht senden: Eignet sich für rein informative Beiträge und individuelle Angebotserstellung

In ca. 75 Prozent der Werbeanzeigen wird der „Mehr dazu“ – Button verwendet, da er nicht nur für alle Arten von Beiträgen verwendet werden kann, sondern auch die Neugier der User weckt.

Tipp 4: kurze Kampagnenlaufzeiten auswählen

Als letzte Konfigurationsmöglichkeit steht die Einstellung der Laufzeit und des Budgets zur Verfügung. Das Budget ist frei wählbar, die Laufzeit wird auf eine Auswahl eingeschränkt. Es bestehen die Optionen

  • 1 Tag
  • 7 Tage
  • 14 Tage

Wenn Sie die Auswahl 7 oder 14 Tage auswählen, berechnet Ihnen Facebook automatisch das durchschnittliche, tägliche Budget für Ihre Kampagne anhand Ihres Gesamtbudgets und weist Sie auf das Ende Ihrer Kampagne hin.

Falls Sie noch keine Erfahrungen mit dem Bewerben von Facebook-Beiträgen haben, empfiehlt es sich erst einmal, ein geringes Budget von ca. 100 € und eine mittlere Laufzeit von 7 Tagen zu wählen.

Mit dieser Auswahl können Sie erste Auswertungen machen und prüfen, ob sich eine weitere oder höhere Investition lohnen würde. Außerdem empfiehlt es sich, Beiträge nicht zu lange zu bewerben, da sie ansonsten an Aktualität einbüßen.

Tipp 5: Vorschaufunktion für Werbeanzeigen nutzen

Bevor Sie Ihre Kampagne nun fertig erstellen und auf den „Bewerben“-Button klicken, empfehlen wir Ihnen noch, Ihren Beitrag in allen Vorschaufunktionen anzusehen. Facebook bietet in der rechten Spalte folgende Optionen an:

  • Neuigkeiten auf Desktop-Computern
  • Neuigkeiten auf Mobilgeräten
  • Rechte Spalte auf Desktop-Computern

Sie haben die Möglichkeit eine oder zwei Vorschaufunktionen abzuwählen. Das macht zum Beispiel Sinn, wenn die in der Werbeanzeige verlinkte Webseite noch nicht für die Anzeige auf Mobilgeräten optimiert wurde.

Ist dies der Fall, sollten Sie die Option „Neuigkeiten auf Mobilgeräten“ auf jeden Fall abwählen, da es keinen Sinn macht, potenzielle Käufer mit dieser Werbeanzeige bzw. dem dahinter liegenden Link sofort zu vergraulen.

Facebook Ads: Werbung mit Potenzial

Insgesamt betrachtet ist die Nutzung von Werbeanzeigen auf Facebook durchaus sinnvoll – vor allem im Onlineshop-Bereich. Die Werbeanzeigen werden geschickt im Newsfeed oder an der rechten Seite platziert. Für User ist die Platzierung nicht störend oder hinderlich, wenn Sie durch Ihren Feed scrollen – im Gegenteil: Manchmal wird explizit nach Werbeanzeigen Ausschau gehalten.

Durch die hohe Anzahl der Nutzer und deren Interaktionen in Facebook (im Durchschnitt nutzt ein User das soziale Netzwerk ca. 20 Minuten pro Tag), ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass man potentielle Interessenten für sich und seine Produkte gewinnen kann. Das setzt natürlich voraus, dass Sie die richtigen Zielgruppen mit Ihren Beiträgen ansprechen.