Das EEE-Modell im E-Mail-Marketing

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Gutes E-Mail-Marketing sorgt für neue Kundschaft, steigert die Verkäufe und verbessert die Beziehung zu StammkundInnen. Damit dies genauso auch gelingt, müssen die E-Mail-Marketing Ziele strategisch gesetzt und verfolgt werden. Was du mit deinen Newslettern genau erreichen möchtest, hängt stark von deiner gesamten Unternehmensstrategie ab. Dennoch gibt es drei wichtige Punkte, die eine E-Mail erfüllen sollte, um erfolgreich zu sein auf dein Unternehmensziel einzuzahlen – und diese gelten für nahezu jedes Unternehmen, egal, aus welcher Branche und um welche Art von Produkt oder Dienstleistung es sich handelt. Welche Punkte das sind, das erläutern wir in diesem Artikel.

 

Ziele des E-Mail-Marketings

 

Jedes Unternehmen verfolgt mit seiner E-Mail-Marketing Strategie ein festgesetztes Ziel – oder sollte dies zumindest tun. Am Ende geht es dabei fast immer um die Steigerung des Umsatzes. Dennoch kommen oft bestimmte Zwischenziele zum Einsatz, die auf dieses langfristige Ziel einzahlen. Dabei kann es sich um die Verbesserung der Beziehung zu Bestandskunden handeln, indem man beispielsweise Einblicke hinter die Kulissen gibt, nützliche Informationen teilt oder Kundenrabatte gibt. Weitere Ziele sind der Verkauf eines neuen Produktes, der Abverkauf von Ladenhütern oder die Vorstellung eines neuen Sortiments.

 

Je mehr AbonnentInnen dabei deine E-Mail öffnen, lesen und im besten Fall auch noch auf die vorhandenen Links klicken, die zu deinen Verkaufsseiten führen, desto besser hast du deinen Job gemacht. Das tägliche E-Mail Chaos verhindert nämlich schnell, dass eine E-Mail überhaupt richtig angesehen werden kann. Dafür sollte diese E-Mail am besten alle drei der folgenden Kriterien erfüllen: die LeserInnen unterhalten, informativ sein und inhaltlichen Mehrwert bringen – und so dafür sorgen, dass LeserInnen sich dazu aufgefordert fühlen, mit den Inhalten zu interagieren und im Anschluss an die Lektüre in deinem Online-Shop kaufen.

 

Wie du es schaffst, dass jede deiner E-Mails diese Punkte erfüllt, das zeigen wir dir jetzt.

 

Entertainment

 

Inhalte im Netz haben prinzipiell einen Grund: sie sollen die LeserInnen unterhalten. Dabei geht es nicht darum, besonders witzig oder originell zu sein, auch wenn das in den meisten Fällen nicht schadet. Vielmehr solltest du den Anspruch haben, deine LeserInnen mit deinen Inhalten auf die ein oder andere Art zu fesseln. Ob dies nun geschieht, weil sie einzigartige Informationen enthalten, weil sie zum Nachdenken anregen oder einfach für den ein oder anderen Lacher sorgen, bleibt dir überlassen und sollte hauptsächlich auf den Informationen basieren, die du über deine Zielgruppe gesammelt hast.

 

Zielgruppe bestimmen

 

Je besser du die Menschen kennst, mit denen du kommunizieren möchtest, desto eher weißt du, wie du für Unterhaltung sorgen kannst. GIFs, Memes oder mit lustigen Bildern hinterlegte Informationen werden bei einer größtenteils sehr jungen Kundschaft wahrscheinlich eher Anklang finden als bei einer Zielgruppe, die hauptsächlich aus gut bezahlten Angestellten mittleren Alters besteht. Überlege dir genau, wie du deine Informationen am besten aufbereitest, um für den größtmöglichen Unterhaltungswert zu sorgen und analysiere regelmäßig deine Ergebnisse. Ausnahmen bestätigen schließlich die Regel.

 

 

Anzahl der Themen pro E-Mail begrenzen

 

Du kannst so viel Zeit und Energie in einen unterhaltsamen Newsletter gesteckt haben, wie du möchtest – greifst du mehr als 1-2 Hauptthemen pro E-Mail auf, sind deine LeserInnen wahrscheinlich raus. Nicht nur, dass unsere Zeit beim Lesen einer E-Mail oft begrenzt ist – nach zu viel Text und Inhalt sinkt außerdem die Aufmerksamkeit und deine sorgsam geplante Strategie zur unterhaltsamen Vermittlung deiner Inhalte verläuft im Sande. Konzentriere dich daher lieber auf ein bestimmtes Thema, das du kurz und knackig auf den Punkt bringen und mit einigen interessanten Fakten spicken kannst.

 

Aufbau eines unterhaltsamen Newsletters

 

Um geöffnet, gelesen und geklickt zu werden, ist es wichtig, bei deinem Newsletter auf die Details zu achten: Wer tritt als Absender auf, was steht im Betreff? Diesen Fragen solltest du besondere Aufmerksamkeit schenken. Um in der Spam-Flut nicht unterzugehen, wählst du bestenfalls bereits den Absender persönlich und sympathisch. Dabei ist es egal, ob du mit deinem eigenen Namen auftrittst, eine Person aus dem Kundenservice einsetzt oder ob du dir einen fiktiven Absender ausdenkst. Auch der Betreff sollte schnell die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, nicht zu werblich wirken und die User zum Öffnen der E-Mail animieren.

 

Je nach Zielgruppe solltest du auch die Anrede persönlich und offen gestalten und deine LeserInnen bestenfalls mit ihrem Namen ansprechen. Ein lockerer Satz zur Begrüßung und zum Einstieg sorgt dafür, dass die Neugier deiner Kundschaft auf die E-Mail geweckt wird.

 

Rubriken

 

Eine gute Idee ist es meist, verschiedene Rubriken zu schaffen, die im Wechsel das Thema des Newsletters ausmachen. So kannst du beispielsweise montags einen Überblick über die Wochenspecials und einen Blick hinter die Kulissen geben und donnerstags ein neues Produkt vorstellen. Somit wissen deine KundInnen bereits im Vorfeld, was sie erwartet und werden aufmerksamer lesen und deine News vielleicht sogar schon sehnsüchtig erwarten.

 

Deine E-Mails an einem bestimmten Wochentag und zu einer bestimmten Uhrzeit zu versenden, ist generell sinnvoll und sorgt dafür, dass weniger E-Mails verpasst werden.

 

Education

 

Natürlich kommt es nicht nur darauf an, möglichst witzige Bilder und Texte zu versenden und deinen LeserInnen einen schönen Tag zu wünschen. AbonnentInnen haben deinen Newsletter schließlich aus einem bestimmten Grund abonniert: sie möchten Informationen erhalten, die sie sonst nirgendwo bekommen. Aus diesem Grund solltest du darauf achten, immer auch einen Mehrwert zu liefern. Dafür musst du das Rad nicht neu erfinden. Es genügt, relevante Informationen für deine Zielgruppe so aufzuarbeiten, wie es speziell für diese Personen am passendsten ist. Auch das setzt eine möglichst genaue Kenntnis deiner Zielgruppe voraus.

 

Themenideen für Newsletter

 

Deine Abonnenten möchten, nachdem sie deinen Newsletter gelesen haben, schlauer sein als zuvor.

Natürlich musst du nicht jede Information bereits im Newsletter preisgeben – dafür könntest du beispielsweise auf deinen Blog verweisen – allerdings empfiehlt es sich, gerade bei Dienstleistungen, bereits eine kleine Checkliste beizufügen, was ein/e NutzerIn sofort tun kann, um ein bestehendes Problem zu lösen. Damit kannst du einen Vorgeschmack auf einen Online-Kurs oder ein Coaching geben oder du kannst ein unterstützendes Produkt empfehlen. Egal, ob ein/e AbonnentIn in diesem Moment an deinem Angebot interessiert ist – sie wird diese Information zur Kenntnis nehmen und, wenn sie an deinen Themen interessiert ist, deinen nächsten Newsletter mit größerer Wahrscheinlichkeit öffnen und dort vielleicht auch das passende Angebot für sich finden.

 

Aber auch Experteninterviews, FAQ oder Produktbewertungen eignen sich hervorragend, um bei deiner Leserschaft Mehrwert zu generieren und gleichzeitig deine Produkte zu vermarkten. Dasselbe gilt für das Teilen von Statistiken, Analysen oder Case Studies zu deinem Themenbereich.

 

Während Gewinnspiele und exklusive Kundendeals eher zur Unterhaltung beitragen, sorgen E-Mails mit Insider-Informationen für echten Mehrwert.

 

Engagement

 

Wenn ein/e KundIn mit deinen Inhalten interagiert, hat das gleich zwei entscheidende Vorteile: erstens ist sie damit einen Schritt weiter im Sales Funnel, was bedeutet, dass einem Kauf in deinem Online-Shop kaum noch etwas im Wege steht und zweitens ist eine gute Engagement-Rate ein wichtiger Indikator für die Relevanz deiner Inhalte. Je mehr also innerhalb deines Newsletters geklickt wird, desto interessanter finden KundInnen deine Inhalte und desto übersichtlicher ist die E-Mail wahrscheinlich auch. Eine schlechte Engagement-Rate resultiert dagegen meist aus langweiligen Inhalten, nicht erkennbaren Links oder der Unübersichtlichkeit einer E-Mail.

 

Kontaktmöglichkeit

 

E-Mail-Marketing ist längst keine Einbahnstraße mehr und lebt vom Feedback deiner KundInnen. Du solltest ihnen also die Möglichkeit geben, schnell und unkompliziert mit dir in Kontakt treten zu können. Am einfachsten geschieht das durch einen „Antworten“-Button am Ende der E-Mail. Aber auch ein gut sichtbarer, klickbarer Link zu deiner E-Mail-Adresse vereinfacht die Kommunikation mit deinen NutzerInnen. Je mehr Feedback, desto besser ist das für deine zukünftige Planung. Somit sollte jede/r die Chance erhalten, eine Meinung zu deiner E-Mail abzugeben.

 

Call-to-Actions

 

Der interessanteste Newsletter wird dir nicht zu mehr Online-Verkäufen verhelfen, wenn du deinen LeserInnen nicht klar sagst, was sie tun sollen. Um deine Engagement-Rate zu steigern, muss die vom User gewünschte Aktion so eindeutig wie möglich kommuniziert werden. Dafür sollte der Button, hinter dem du den Link zu deiner Landing Page versteckst, möglichst sichtbar sein. A/B-Tests helfen dir dabei, die richtige Farbe, Größe und auch den passenden Text zu finden. Auch das ist natürlich immer von der jeweiligen Zielgruppe abhängig. Was die einen zu aufdringlich finden, ist für die anderen gerade eindeutig genug. Generell gilt jedoch: „Jetzt kaufen“ funktioniert besser als „Mehr erfahren“ und je eindeutiger die Botschaft, desto eher wird geklickt.

 

Newsletter Analyse

 

Der erste gesendete Newsletter wird kaum perfekt sein. Dafür können wir aus ihm die meisten Informationen herausziehen. Über die wichtigsten Analyse-Kennzahlen, die die Basis für die Planung weiterer Newsletter bilden, haben wir bereits in einem anderen Artikel gesprochen. A/B-Tests sorgen hingegen für ein unmittelbares Ergebnis, wenn es beispielsweise darum geht, Betreffs oder Absenderadressen miteinander zu vergleichen. Wenn du weißt, auf welche Inhalte deine Zielgruppe positiv reagiert und welche Zeiten besonders beliebt sind, um deinen Newsletter zu empfangen, sollte sich das auch an deiner Engagement-Rate bemerkbar machen.

 

Ziel ist dabei nicht nur, mehr Klicks deiner Kundschaft zu generieren, sondern auch Feedback zu erhalten und mit NutzerInnen in Kommunikation zu treten, was sich langfristig auf deine Unternehmensziele auswirken wird.

 

Fazit EEE-Modell im E-Mail-Marketing

 

Eine erfolgreiche E-Mail muss unterhalten, informieren und für Interaktion sorgen. Du hast nun jede Menge Tipps erhalten, wie du dies mithilfe von Zielgruppen- und Newsletter-Analysen, dem richtigen Aufbau und Betreff und dem gezielten Einsatz von Medien in deinen E-Mails erreichen kannst. Das sind die Grundlagen für ein erfolgreiches E-Mail-Marketing, das dich beim Erreichen deiner Unternehmensziele bestmöglich unterstützt.