Content Marketing – Leitfaden für erfolgreiches Storytelling

Content Marketing - Storytelling

Ein gutes Content Marketing mit einer durchdachten Strategie zahlt in vielfacher Hinsicht auf Ihr Unternehmensziel ein. Es verbessert Ihre Position in den Suchmaschinen, trägt zum Linkaufbau bei und definiert Ihre Marke. Kurz: Content Marketing ist ein elementarer Bestandteil Ihrer Unternehmenskommunikation. Natürlich bringt es nicht viel, ungeplant Inhalte ins Netz zu werfen, nur weil sich herumgesprochen hat, dass Google guten Content bevorzugt. Am Anfang stehen immer eine Analyse der Situation und die genaue Planung einer Strategie. Wir zeigen Ihnen, wie Sie auch im Jahr 2019 noch mit neuen Inhalten punkten können.

 

Warum Content Marketing?

Content Marketing ist Teil eines längst überfälligen Wechsels von Push- zu Pull-Werbung. Kunden sollen nicht mehr mit aufdringlicher Werbung belästigt werden, sondern selbst die Inhalte heraussuchen, die sie konsumieren möchten. Unternehmen müssen dadurch mit echten Inhalten überzeugen, die Mehrwert bieten und ihre Käufer nicht mit platten Werbeslogans abspeisen. Google hat seinen Algorithmus schon vor einigen Jahren dahingehend geändert und Webseiten ohne relevanten Content gnadenlos abgestraft. Die Einzelheiten der verschiedenen Google Updates hat tma pure für Sie zusammengefasst.

 

Die Hauptziele des Content Marketing

Im Content Marketing geht es hauptsächlich um die Kundengewinnung, die Kundenbindung und die Positionierung Ihrer Marke. Mit überzeugenden Inhalten, die Ihre Kunden informieren, beraten und unterhalten, schlagen Sie drei Fliegen mit einer Klappe. Um Beiträge zu erstellen, die letztendlich gelesen, geteilt und weiterempfohlen werden, müssen Sie aber nicht nur Ihre Zielgruppe und deren Bedürfnisse und Probleme kennen – Sie sollten auch wissen, wie Sie diese am besten erreichen und ansprechen. Falls Sie das noch nicht tun, keine Sorge. Unser Leitfaden bringt Sie Schritt für Schritt Ihrem Content Marketing Konzept näher.

 

1. Zieldefinition

Zunächst sollten Sie unabhängig von Ihrer Zielgruppe entscheiden, was Sie für Ihr Unternehmen mithilfe des Content Marketing erreichen möchten. Wollen Sie sichtbarer werden, um mehr Kunden zu erreichen? Dann sollte Ihr Fokus auf dem Linkaufbau und somit auf viralen oder gut teilbaren Inhalten liegen. Oder möchten Sie Ihre Marke positionieren und an Ihrer Reputation arbeiten? Dann investieren Sie vielleicht eher in Formate, die sich gut in den sozialen Medien verbreiten lassen, beispielsweise Imagevideos.

 

Verlieren Sie dabei nie Ihre langfristigen Ziele aus den Augen. Sie wollen nachhaltige Inhalte produzieren, um dauerhafte Leser zu gewinnen, Vertrauen aufzubauen und die Kundenbindung zu stärken. Kurzfristige Maßnahmen sind im Content Marketing meist nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

 

2. Zielgruppenanalyse

Nachdem Sie sich über Ihre Ziele im Klaren sind, müssen Sie überlegen, was Ihre Zielgruppe erwartet und, falls Sie das nicht schon definiert haben, wer Ihre Zielgruppe überhaupt ist. Ihr grundsätzliches Unternehmensziel ist die Gewinnung neuer Kunden und für die schreiben Sie. Je nach Strategie können Ihre Inhalte aber unterschiedlich aufbereitet werden. Wenn es Ihnen um Aufmerksamkeit und Image geht, sollten Sie Influencer und Meinungsmacher mit Ihren Formaten überzeugen, da diese oft einen viel größeren Teil Ihrer potenziellen Käufer erreichen als Sie selbst.

 

Um im Suchmaschinenranking zu steigen, müssen Sie umfangreiche und hochinformative Beiträge erstellen, die Google und sein Algorithmus als relevant anerkennt.

 

3. Ermittlung wichtiger KPI’s

Die Auswertung Ihrer Maßnahmen und die Erfolgsanalyse sind genauso wichtig, wie die Planung einer passenden Strategie. Noch immer investieren Unternehmen Unsummen in die Content-Produktion, ohne zu wissen, wie ihre Inhalte überhaupt ankommen und ohne zu überprüfen, welche Beiträge geteilt oder geklickt werden. Nur durch Erfolgsmessung können Maßnahmen optimiert und der Content stetig verbessert werden. Legen Sie also vor der Erstellung geeignete Kennzahlen fest, die die Wirksamkeit Ihrer Inhalte überprüfen. Für die Reichweitengewinnung kann das beispielsweise die Anzahl der Webseitenbesucher oder neuer Backlinks sein. Für die Kundenbindung können Sie die Zahl der wiederkehrenden Besucher oder der Newsletter-Abonnenten heranziehen und für die Conversion-Optimierung die Anzahl der Bestellungen im Shop.

 

4. Abteilungsübergreifende Zusammenarbeit

Die Content-Marketing-Strategie ist immer ein Teil der Marketing-Strategie. Diese wird wiederum von der Unternehmensstrategie abgeleitet. Damit alles miteinander im Einklang steht und eine einheitliche Botschaft vom Unternehmen ausgeht, ist es wichtig, dass das Content Management nicht als eigenständige Abteilung, sondern im gesamten Team integriert arbeitet. Eine gute Content-Marketing-Strategie hat Schnittstellen zu Conversion-Optimierern, SEO-Verantwortlichen, zur PR und selbst zur Unternehmensführung.

 

5. Redaktionsplan

Damit diese abteilungsübergreifende Zusammenarbeit auch reibungslos funktioniert, müssen Inhalte im Voraus geplant und in einem für jeden Beteiligten einsehbaren Redaktionsplan festgehalten werden. Ein guter Redaktionsplan sollte immer enthalten:

  • verantwortlicher Mitarbeiter
  • Datum der geplanten Veröffentlichung
  • Thema/Titel
  • Keywords /Call-to-action
  • die jeweilige Zielgruppe
  • das Format (Blogpost, Newsletter, Whitepaper)

 

Ihr Redaktionsplan verschafft Ihnen einen Überblick, ob Sie alle wichtigen Themen abgedeckt haben oder ob noch Lücken vorhanden sind. Notieren Sie bereits während der Planung für Sie relevante Tage, wie Firmenevents oder Jahrestage. Als Lampenhersteller können Sie beispielsweise einen interessanten Beitrag zum Tag des Lichts bereithalten.

 

Überlegen Sie, wie Sie Ihre Inhalte vielfach aufbereiten können. Liefert der neue Blog vielleicht genügend Material für einen Podcast oder können Sie eine interne Checkliste als Whitepaper zum Download für Ihre Kunden zur Verfügung stellen? Sie werden sehen, wie Sie durch eine ganzheitliche Strategie kosten- und zeiteffizient immer neue Inhalte bereitstellen können.

 

6. Content Marketing entlang der Customer Journey

Wenn Sie Ihre Zielgruppe kennen und wissen, nach welchen Informationen und Problemlösungen sie sucht, wird es Ihnen leichter fallen, zur richtigen Zeit die richtigen Inhalte anzubieten. Ein Kunde in der Pre-Awareness-Phase hat noch kein konkretes Interesse an Ihrem Thema und möchte nicht mit Verkaufsargumenten erschlagen werden. Mit einem ausführlichen, informativen Artikel zu seiner Suchanfrage lässt er sich aber womöglich in Ihren Shop weiterleiten, wo Sie ihm detailliertere Informationen zu verschiedenen Produkten geben können.

 

Selbst die After-Sales-Phase bietet Potenzial für Ihre Content-Marketing-Strategie. Dort haben Sie die Möglichkeit, aus einem Erstkäufer einen Bestandskunden zu machen. Sie können ihm weitere Erklärungen zu seinem Kauf bereitstellen, Hilfestellung oder passende Produkte anbieten oder ihn auf Ihren interessanten Newsletter hinweisen.

 

Fazit zum Content Marketing

Sind Sie sich über Ihre Ziele und Ihre Zielgruppe im Klaren, ist das bereits die halbe Miete. Dann sollte Ihnen die Ideenfindung für relevante Inhalte nicht mehr schwer fallen. Sie müssen wissen, wo sich Ihre Zielgruppe aufhält und wo Sie sie erreichen können, um passende Formate bereitzustellen. Zu Beginn etwas mehr Zeit und Budget zu investieren, erspart Ihnen die Verschwendung wertvoller Ressourcen durch planloses Erstellen und Veröffentlichen von Inhalten, die wahrscheinlich sowieso niemals gelesen werden. Aber der Aufwand lohnt sich. Denn niemand wird bestreiten, dass Content Marketing kein kurzweiliger Hype, sondern inzwischen zum Standard geworden ist.