Checkout optimieren für mehr Conversions im E-Commerce

Online Shop Checkout optimieren

Einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Online-Shop-Betreiber ist ein reibungsloser Checkout-Prozess für den Kunden. Mit einem intuitiven und technisch einwandfreien Checkout lässt sich Ihre Conversion Rate um bis zu zehn Prozent steigern. Doch die meisten Online-Händler vernachlässigen dieses Potenzial. Im Durchschnitt kaufen nur zwei bis drei von 100 Besuchern auf Ihrer Website tatsächlich etwas ein. Ein großer Prozentsatz der verlorenen Nutzer bricht dabei sogar mit vollem Warenkorb direkt vor der Zahlung ab. Diese potenziellen Käufer kurz vor dem Ziel zu verlieren, schmerzt natürlich besonders. Vor allem, da dies mit einigen simplen Maßnahmen oft hätte verhindert werden können. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihren Checkout optimieren und so Ihre Conversion Rate deutlich verbessern können.

Gründe für einen Kaufabbruch

Der eigentliche Verkaufsfunnel, von der Produktseite zum Checkout, gehört zu den kritischsten Phasen im Online-Verkaufsprozess. Auf konversionskraft.de können Sie nachlesen, warum Sie hier sogar bis zu 90% Ihrer Kunden verlieren. Analysieren Sie am besten auf jeder dieser Seiten, was einen potenziellen Käufer hier zum Abbruch hätte bewegen können. Bieten Sie vielleicht seine bevorzugte Bezahlmethode nicht an oder waren ihm die Versandkosten zu hoch? Oder war etwa ein technisches Problem Ihrer Shopseite die Ursache? Auch eine endlos lange Registrierungsseite mit unzähligen Pflichtfeldern schreckt viele User ab. Ein kurzer Bestellvorgang mit deutlich verschlanktem Registrierungsprozess, ist dabei meist der Schlüssel zu weniger Warenkorbabbrechern und einer höheren Konversionsrate.

Vertrauensbildende Maßnahmen

Eines der wichtigsten Instrumente in der Conversion-Optimierung ist das Platzieren vertrauensbildender Elemente. Sie sollten auf dem gesamten Weg eines Kunden zur Conversion dafür sorgen, dass der Kunde Vertrauen zu Ihnen aufbauen kann, sonst wird er am Ende nicht kaufen. Ein SSL-Hinweis im Kaufen-Button, eine Möglichkeit zum Live-Chat kurz vor dem Kauf oder ein Trusted Shops Siegel können Wunder wirken bei letzten Bedenken vor Kaufabschluss. Selbst die unbewusste Wahrnehmung von Gütesiegeln oder Zertifikaten suggeriert dem Kunden Sicherheit und sorgt dafür, dass er sich wohlfühlt mit seiner Entscheidung, in Ihrem Shop zu kaufen.

Klären Sie den Kunden außerdem über seine Rechte, eventuelle Widerrufs- und Rückgabefristen und rechtliche Aspekte auf und behalten Sie genau im Blick, wo Ihre Kunden abbrechen, um Maßnahmen ergreifen und genau an dieser Stelle den Checkout optimieren zu können.

Remarketing

Auch die Reaktivierung von Kunden, die schon im Verkaufsfunnel waren, dann aber nicht gekauft haben, ist ein wichtiges Tool im Online Marketing. Um Werbeanzeigen mit Rabatten oder Gutscheine und Reminder-Emails richtig zu platzieren, ist aber eine genaue Analyse, wer wo abgebrochen hat, notwendig. Versetzen Sie sich in Ihren Kunden und überlegen Sie, was ihm gefehlt haben könnte, um den Kauf erfolgreich abzuschließen. Auch ein erhaltener Warenkorb ist prinzipiell eine gute Sache.

Denken Sie aber immer daran, wie nah am Checkout der Kunde schon einmal war und dann trotzdem abgebrochen hat. Nie überzeugen Sie einen Kunden leichter von sich, als mitten im Verkaufsprozess. Stecken Sie Ihre Energie also zunächst in die Verbesserung Ihres Checkout-Prozesses, bevor Sie Ihre Remarketing-Maßnahmen optimieren.

Als Gast einkaufen

Geben Sie Ihrem Kunden immer die Chance, auch ohne Registrierung bei Ihnen einzukaufen. Nicht jeder Kunde möchte erst ein zweiseitiges Formular ausfüllen müssen, bevor er an die Kasse gelassen wird. Besonders bei kleineren Shops ist das ein absoluter Conversion-Killer. Die Anmeldung über den eigenen Social Media Account stellt für den Kunden hingegen eine sehr bequeme Lösung zur Registrierung dar und sollte von Ihnen unbedingt angeboten werden.

Bestellprozess kurz halten

Ist der Kunde im Warenkorb und möchte zahlen, sollte er sein Ziel idealerweise in maximal fünf Schritten erreicht haben. Versandadresse eingeben, Versandart und Zahlungsart auswählen, Bestellung prüfen, abschicken, fertig! Unnötige Abfragen und Pflichtfelder vergraulen in jedem dieser Schritte mehr Kunden, als Sie sich vorstellen würden.

Versand- und Zahlungsarten

Viele Shopbetreiber begrenzen ihre Auswahl an Zahlungs- und Versandarten auf einige wenige, mit denen sie entweder besondere Konditionen ausgehandelt haben oder die kompatibel mit ihrem Shopsystem sind und so weiter. Denken Sie aber bitte zuerst an Ihren Kunden und seine Vorlieben. Je mehr Möglichkeiten zum Versand und der Bezahlung konkret genannt sind, desto komfortabler für Ihren Kunden und desto weniger Kunden verlieren Sie, weil Sie genau seine gewünschte Option nicht aufgelistet haben.

Absolut obligatorisch sind die Möglichkeiten zur Zahlung mit Kreditkarte, Paypal oder auf Rechnung. Zusätzliche Optionen werden vom Kunden wahrgenommen und steigern Ihre Reputation. Auch die voraussichtliche Lieferzeit sollte dem Kunden spätestens zu diesem Zeitpunkt im Bestellprozess offen kommuniziert werden.

Analyse

Wo haben die meisten Besucher Ihre Seite verlassen? Mit welchen Geräten war die Abbruchrate besonders hoch und wie lange hat Ihr Kunde auf der Absprungseite verweilt? Das sind wichtige Fragen, die Sie sich stellen müssen, um zu verstehen, aus welchem Grund Ihre Kunden plötzlich das Interesse verloren haben und wie Sie das in Zukunft ändern können.

Checkout

Zeigen Sie dem Kunden mithilfe von Breadcrumbs seinen Weg im Bestellprozess. Welche Schritte hat er bereits abgeschlossen und welche stehen ihm noch bevor? Das motiviert zum weiterklicken. Achten Sie darauf, dass Sie dem Kunden auf den letzten Seiten vor dem Kauf nur noch wirklich relevante Informationen zur Verfügung stellen und ihn nicht durch Bannerwerbung oder Produktvorschläge von seinem Ziel ablenken. Denn auch in Ihrem Interesse sollte er jetzt möglichst schnell zur Kasse gelangen.

Responsiveness

Zu guter Letzt sollten Sie sicherstellen, dass der komplette Bestellprozess auch mit dem Handy einwandfrei funktioniert. Sind die Ladezeiten kurz, alle Buttons zu sehen und gelangt der Kunde auch während einer fünfminütigen Wartezeit auf den Bus gut durch den Verkaufsfunnel? Testen Sie den Kaufprozess in Ihrem Shop am besten ausführlich auf allen Endgeräten und stellen Sie sicher, dass alle Seiten für mobile Geräte optimiert sind.

Fazit

Verschwenden Sie nicht das ungeheure Potenzial, das Ihre Checkout-Seiten Ihnen bieten und versuchen Sie, die in diesem Beitrag genannten Tipps umzusetzen. Dann sollten Sie schon bald eine Verbesserung der Conversion während des Checkout-Prozesses bemerken. Fangen Sie am besten gleich an, Ihren Checkout zu analysieren und an den richtigen Stellen zu optimieren!