Brand Marketing: Wie Sie Ihr Unternehmen in den Köpfen Ihrer Kunden verankern

Brand Marketing - Unternehmen in den Köpfen der Kunden verankern

Brand Marketing: Das Gesicht des Unternehmens

Um die Wirkung der großen Brands zu verstehen, müssen wir uns ansehen, welche Maßnahmen die Unternehmen ergriffen haben – und welche nicht.

Der Konzern Apple zeigt, dass es nicht nur wichtig ist die aktuellsten Marketingmaßnahmen für sich zu nutzen. Die Kundenbindung erfolgt viel mehr dadurch, den Kunden das Gefühl zu geben, ein Teil des großen Ganzen zu sein. Steve Jobs hat dem Unternehmen ein Gesicht gegeben. Jeder eingefleischte Apple-Kunde hat mindestens einen Auftritt des Verkaufsgenies gesehen und fühlt sich als ein Teil der „Apple-Familie“. Viele Anhänger campieren teilweise tagelang vor den Stores, um als einer der Ersten das neueste IPhone in der Hand halten zu können. Doch wieso ist der Hype um die Produkte und die Marke so ausgeprägt?

Steve Jobs hat schon früh verstanden, dass seine Kunden das Gefühl haben müssen, nicht nur ein Produkt, sondern ein Lebensgefühl in den Händen zu halten. In seinen Vorträgen ist er nicht nur auf die Funktionen der neuen Modelle eingegangen, sondern hat immer wieder auch hervorgehoben, wie sie das Leben bereichern werden. Er  hat auf der Bühne nicht nur ein Produkt vorgestellt, er hat die Kunden mit auf eine Reise genommen und damit den Anker für seine Brand gesetzt.

Wie wird der Anker richtig gesetzt?

Das Beispiel Apple ist ein Paradebeispiel für hervorragendes Brand Marketing. Da aber nicht jedes Unternehmen einen Steve Jobs bei sich beschäftigt, sehen wir uns einmal die Techniken hinter der Marketingform an. Ein Teil der Brand ist ein eingängiges und schlichtes Unternehmenslogo. Das Logo stellt den visuellen Anker dar. Auch wenn der Name des Unternehmens ebenfalls visuell erkennbar ist,  bleibt ein Logo besser im Gedächtnis haften und erleichtert uns die Verbindung zum Unternehmensnamen. Auch ein kurzer, prägnanter Slogan, kann als Erkennungsmerkmal dienen. Denken Sie nur einmal an Nike und den Slogan „Just do it“. Die Verbindung dieser drei Merkmale (Name, Logo und Slogan des Unternehmens) schafft eine erste Brücke zum potentiellen Kunden. Trotzdem weiß dieser bisher noch nicht, welches Gefühl er mit der Marke verbinden kann.

Die Marke etablieren: Präsenz zeigen

Je nachdem, welches Lebensgefühl das Unternehmen ihren Kunden vermitteln möchte, können diese auf verschiedenen Kanälen angesprochen werden. Hersteller von Luxusgütern wie Lamborghini werden keine Präsenz im Kabelfernsehen oder in Radiosendern haben, da sie ihre Zielgruppe nicht über diesen Kanäle erreichen können.

Reden wir aber von Lebensmittelherstellern, sind diese Kanäle durchaus die erste Wahl um Kunden anzusprechen. Grundsätzlich eignen sich alle Formen der visuellen Werbung (Fernsehspots, Youtube-Videos etc.), um die Marke und das Lebensgefühl  bei den Zielpersonen zu etablieren. Alete Babynahrung beispielsweise bedient sich all dieser Möglichkeiten, um ihre Brand zu stärken: Das Unternehmen hat ein schlichtes Logo, einen einfachen Namen ohne harte Konsonanten und einen Slogan, der das Lebensgefühl vermittelt: „Alles Gute für ihr Kind“. Diese Kombination und der Auftritt des Gründers selbst in den Werbespots, schafft zudem ein gewisses Grundvertrauen in die Marke und damit in das Produkt.

Vertrauen ist das A und O

Es gibt leider auch Unternehmen, die mit ihrem Brand Marketing scheitern, obwohl sie (fast) alles richtig machen. Sie vermitteln ihren Kunden ein Lebensgefühl mit ihren Produkten und sind auch in den richtigen Kanälen vertreten, aber irgendwie möchte sich einfach keine nachhaltige Kundenbindung einstellen. Oft liegt das am fehlenden Vertrauen der Kunden in das Unternehmen.

Werbespots, die immer nur das Produkt darstellen oder Marketingmaßnahmen, die sich strikt an den Verkauf der Produkte ausrichten, werden keine langfristige Kundenbindung ermöglichen. Vertrauen schaffen Unternehmen dadurch, dass sie den Kunden Einblicke gewähren. Sehr einfache Beispiele hierfür wären ein Tag der offenen Tür, Interviews mit den Geschäftsführern oder Mitarbeitern oder (teilweise) öffentliche Produktvorstellungen a la Steve Jobs.