Alles was Du über Google Snippets in 2021 wissen musst

Bei Google gefunden werden

Wer sich mit dem Thema SEO beschäftigt oder mit einer SEO-Agentur zusammenarbeitet, der stolpert früher oder später über den Begriff der „Google Snippets“. Aber was ist das überhaupt und warum ist das wichtig? Diese und weitere Fragen werden wir im Rahmen dieses Beitrags beantworten.

 

Was sind Google Snippets

Google Snippets sind die Vorschau des Inhalts einer Webseite in den Suchergebnissen. „Snippet“ ist das englische Wort für Schnipsel und beschreibt damit relativ bildhaft, was die/der Suchende zu sehen bekommt. Nämlich einen kleinen Auszug der in den Suchergebnissen gerankten Seite. Da man die Suchergebnisse bei Google auch als SERPs (vom englischen „Search Engine Result Pages“) bezeichnet, werden diese oft auch SERP Snippets genannt.

Da viele Seitenbetreiber die einzelnen Bestandteile und Ausprägungen von Google Snippets und Suchergebnisseiten nicht kennen, kommt es immer wieder zur Verwechslung zwischen Begriffen wie Meta Beschreibungen, Rich Snippets oder Title Tag. Aus diesem Grund möchten wir im nächsten Abschnitt auf die klassischen Bestandteile von Google Snippets, sowie verschiedene Ausprägungen dieser eingehen.

 

Google Snippet Bestandteile

Ein klassisches Google Snippet besteht aus einem Titel, einer URL und einer Beschreibung. Das Snippet wird im Rahmen der Verarbeitung durch die Suchmaschine automatisch generiert und bezieht sich dabei meist auf die hinterlegten Meta-Daten und die gecachte URL. Eine Garantie, dass Google auch wirklich die hinterlegten Meta-Daten nutzt, gibt es jedoch nicht. Ferner kürzt Google die URL, sowie Title und Description, sollten diese zu lang sein.

 

Der Titel, unter anderem auch als Meta Title oder Title-Tag bezeichnet, ist ein Element des HTML-Codes im Head-Bereich. Der Zusatz „Meta“ ist dabei genau genommen falsch, da es sich beim Title eigentlich um einen Teil des HTML-Codes und nicht um eine sogenannte Meta-Angabe handelt. Der Titel ist relevant für das Ranking, kann die CTR (Click Through Rate) erhöhen und gilt unter SEOs als vergleichsweise einfache Optimierungsmaßnahme mit großer Wirkung.

 

Die URL spielt im Snippet eine eher untergeordnete Rolle, da sie an dieser Stelle vor allem der Transparenz dient. Sie kann jedoch über Umwege Einfluss auf die Klickrate und das Verhalten der Suchenden nehmen. So ist es zum Beispiel denkbar, dass eine Domain oder ein Pfad nicht vertrauenserweckend erscheinen, oder schon beim Anblick der URL klar wird, dass die Zielseite vermutlich nicht die Suchintention befriedigen kann. In einem solchen Fall könnte die/der Suchende, sich eventuell gegen einen Klick auf das entsprechende Suchergebnis entscheiden.

 

Die Beschreibung, meistens Meta Description oder Meta-Beschreibung genannt, hat im Gegensatz zum Titel keinen direkten Einfluss auf das Ranking, spielt für die Klickrate jedoch eine sehr wichtige Rolle. Sie soll der/dem Suchenden dabei grundsätzlich vermitteln was nach einem Klick auf die Zielseite zu erwarten ist und dabei so vertrauenserweckend, klickbar und auffällig wie möglich gestaltet werden.

 

Weitere Arten von Google Snippets

Aktuell werden verschiedene Arten von Snippets durch Google ausgeliefert, wobei das klassische Google Snippet immer noch am häufigsten Auftritt. Ein SERP Snippet kann jedoch neben den Standardelementen wie Title, Description und URL auch weitere Elemente wie Bewertungen, Preisangaben oder Eventdaten enthalten. Je nach Ausgestaltung durch die Suchmaschine, können so aus einem einfachen Snippet, unter anderem auch ein sogenanntes „Rich Snippet“ oder „Featured Snippet“ werden.

 

Arten von Google Snippets  

Rich Snippets bezeichnen laut Google jene Snippets die Elemente wie Sterne, Links, Videos, Preise, Bilder und vieles mehr anzeigen. Die Informationen zum Erzeugen von Rich Snippets werden durch sogenanntes HTML-Markup im Quellcode einer Webseite hinterlegt. Dieses Markup hilft Google dabei, bestimmte Arten und Formate von Daten zu erkennen, um diese besser verarbeiten zu können.

 

Die Liste der von Google unterstützten Markups scheint sich indes stetig zu vergrößern. Waren es am Anfang vor allem Bewertungssterne und Produktinformationen, sind es heute unter anderem auch Organisationen, Rezepte, Veranstaltungen, Jobs, Eventdaten und viele mehr. Ob ein Seitentyp grundsätzlich die Voraussetzungen für Rich Snippets erfüllt, kann mit dem Rich Snippet Testing Tool von Google überprüft werden. Wie jedoch auch bei den Standardelementen Title und Description, gibt es auch hier keine Garantie dafür, dass Google anhand der zur Verfügung gestellten Informationen Rich Snippets für die eigene Seite generiert.

 

Rich Snippets

 

Featured Snippets sind Suchergebnisse, die oberhalb der organischen SERPs in einer eigenen Box angezeigt werden. Das Featured Snippet und die damit einhergehende Position in den SERPs werden auch als „Position 0“ bezeichnet. Oft liefern Featured Snippets konkrete Antworten auf eine Suchanfrage, die eine Definition erfordert oder mit einem Satz beantwortet werden kann.

 

Da Google diese Funktion immer weiter ausbaut und die/der Suchende oft keine Webseite mehr aufrufen muss, um eine Antwort zu erhalten, ist sie unter SEOs und Webmastern nicht unumstritten. Nicht zuletzt, weil die Suchmaschine für die Beantwortung der Frage auf den Inhalt des Webseitenbetreibers zurückgreift, dieser durch die direkte Beantwortung in den Suchergebnissen jedoch in manchen Fällen nie die Chance bekommt mit der/dem Suchenden zu interagieren. Teilweise mit erheblichen Auswirkungen auf das Geschäftsmodell und/oder den organischen Traffic einer Webseite.

 

Knowledge Graph

 

Wichtig ist, Featured Snippets nicht mit anderen Google Features wie zum Beispiel dem Knowledge Graph (siehe oben) zu verwechseln. Diese Features sammeln Informationen, zum Beispiel zu einer Band oder Serie, und stellen diese optisch aufbereitet zur Verfügung. Dadurch ist beispielsweise für die Suchanfrage „steven king bücher“ relativ schnell ersichtlich, welche Bücher Steven King in den letzten Jahrzehnten so geschrieben hat.

 

Erweiterte SERP Snippets wie Rich oder Featured Snippets erzeugen vor allem eine gesteigerte Aufmerksamkeit, Vertrauen und können durch ihre Auffälligkeit zu einer Steigerung der CTR beitragen. Damit haben sie viel SEO-Potenzial, da eine erhöhte Klickrate ein super Signal an Google ist, von einer etablierten und vertrauenswürdigen Marke zeugt und mehr Traffic aus bestehenden Rankings generiert werden kann.

 

Warum sollten Google Snippets optimiert werden?

 

Snippets optimieren

Führt man sich die Tatsache vor Augen, dass viele Suchende laut einer aktuellen Studie nur ein einziges Ergebnis anklicken, sollte man die eigenen Snippets unbedingt so auffällig und optimal wie möglich gestalten.

 

Doch welche Vorteile haben optimierte SERP Snippets gegenüber vernachlässigten und/oder automatisch generierten Inhalten? Ganz einfach, sie ranken besser und werden häufiger geklickt.

Kommen die bei Suchanfragen eingetippten Suchbegriffe zum Beispiel im Snippet vor, werden diese durch Google fett hervorgehoben. Dies erhöht die User Experience und zeigt der/dem Suchenden direkt, dass es sich um ein für sie/ihn relevantes Suchergebnis handelt.

 

In Kombination mit einer gelungenen Meta Description, basierend auf einer auffälligen Aufzählung der eigenen Wettbewerbsvorteile, sowie einer konkreten Handlungsaufforderung wie „Jetzt buchen!“, entsteht ein wesentlich auffälligeres Ergebnis.

 

Hält man sich dann noch an die gängigen Best Practices für den Title und erfüllt die Grundvoraussetzungen für die branchenspezifischen Rich Snippets, hat man mit relativ wenig Aufwand ein besser positioniertes und vor allem wesentlich klickbareres Ergebnis hergestellt.

 

So können die eigenen Seiten wesentlich mehr Platz in den Suchergebnissen einnehmen, damit mitunter Wettbewerber aus dem sichtbaren Bereich verdrängen und sich grundsätzlich so auffällig wie möglich platzieren.

Was in manchen Branchen noch als Wettbewerbsvorteil in den SERPs angesehen werden kann, ist in anderen längst zum Standard geworden. Wer für beliebte Rezepte oder Hotels in Metropolen vergleichsweise gut geklickt werden möchte, der kommt um die Snippetoptimierung und die Ausschöpfung aller Möglichkeiten nicht herum.

 

Best Practices

Suchmaschinenoptimierung basiert zu einem großen Teil auf der Anwendung von gängigen Best Practices. Hierzu ist es wichtig, die offiziellen Informationen der Suchmaschine(n), Case Studies der SEO-Community und die eigenen Erfahrungswerte miteinander zu kombinieren, um so zur bestmöglichen Lösung zu gelangen. Damit auch Du die Möglichkeit hast, dich an die gängigen Best Practices für Google Snippets zu halten, haben wir die wichtigsten Punkte in den folgenden Absätzen zusammengefasst.

 

Best Practices

 

Der Title sollte

  • Mit dem wichtigsten Keyword beginnen
  • Einzigartig sein
  • Einen echten Mehrwert kommunizieren oder zu einer Handlung auffordern
  • Maximal ca. 70 Zeichen lang sein
  • Aus einem kurzen prägnanten Satz bestehen
  • Mit „| Marke“ enden oder die Marke auf eine andere Art und Weise in den Title integrieren

 

Die Meta Description sollte

  • Kurze Stichpunkte oder USPs enthalten
  • Maximal 160 Zeichen lang sein
  • Auf Emojis zurückgreifen (sofern diese unterstützt werden und man konservativ mit ihnen arbeitet)
  • Einzigartig sein
  • Nutzen und Mehrwert der eigenen Seite für die Suchende/den Suchenden in den Vordergrund stellen (als kostenlose Google Ad betrachten)
  • Eine Handlungsaufforderung beinhalten
  • Das wichtigste Keyword einbinden

 

Die häufigsten Fehler

Der wohl häufigste Fehler im Rahmen der Google Snippets ist, dass diese leer und nicht gepflegt sind. Automatisch generierte Inhalte wie „Dies ist die Startseite“ oder „Das ist der erste Absatz meines Textes, den Google sich selbstständig aus meiner Seite gezogen hat…“ locken heute keinen Hund mehr vor dem Ofen hervor. Aber auch wenn die SERP Snippets grundsätzlich gepflegt sind, sind sie oft so lieblos und trocken formuliert, dass man sie eigentlich fast leer lassen könnte. Unternehmen und Onlineshops sollten die SERPs grundsätzlich noch viel mehr als kostenlose Werbefläche verstehen und schon hier auf die eigene Sprache und CI zurückgreifen.

 

Weitere Fehler sind komplett identische Google Snippets für unterschiedliche URLs, das sinnlose Aneinanderreihen von Keywords (sogenanntes Keyword Stuffing), die Überladung mit Emojis, die Nutzung irrelevanter Keywords, oder auch automatisch erzeugte Inhalte mit problematischer Formulierung. Wer zum Beispiel einen Bereich mit dem Titel „Senioren“ in seinem Onlineshop hat und bei der Erstellung mit einer Schablone und dem Begriff „kaufen“ arbeitet, könnte in Zukunft sehr merkwürdige Anfragen per E-Mail oder zumindest ungewollte Presse erhalten.

 

Tipps

Die Nutzung und Erstellung von Schablonen mittels eines Programms zur Tabellenkalkulation (z.B. Excel oder Google Sheets) empfiehlt sich, wenn man es mit sehr vielen Unterseiten zu tun hat. Mit Hilfe von bedingter Formatierung und dem Verketten von Zellen, kann man so auf relativ einfache Art und Weise, einzigartige und grundsätzlich optimierte Snippets erstellen.

 

Wer hingegen einzelne Seiten optimieren möchte und sichergehen will, dass er sich mit Formulierung und Länge auf dem richtigen Weg befindet, dem können wir den SERP Snippet Generator von Sistrix sehr empfehlen.

 

Fazit

Vernachlässigt man seine Google Snippets, geht man relativ unwirtschaftlich mit meist hart erkämpften Rankings um. Jede Optimierung und dadurch erwartete Erhöhung der Klickrate hat das Potenzial, die eigenen organischen Besucher und damit die eigenen organischen Umsätze zu steigern. Damit sind sie ein wichtiger Faktor für den organischen Erfolg einer Webseite und sollten auf keinen Fall übersehen werden.